Zenit St. Petersburg - Borussia Dortmund 2:4 (0:2)

Borussia Dortmund hat beste Aussichten auf den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Henrich Mchitarjan (4.) und der in der ersten Halbzeit überragende Marco Reus brachten die Gäste bei Zenit St. Petersburg in weniger als anderthalb Minuten mit 2:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit konterte Lewandowski (61./71.) den Treffern von Zenit durch Oleg Schatow (58.) und Hulk (69./Foulelfmeter). "Heute Abend waren wir nah am Optimum", lobte Trainer Jürgen Klopp: "Es war ein klasse Spiel, keine Frage."

Ein glücklicheres Händchen hätte Klopp kaum haben können. Nach dem 0:3 gegen den HSV in der Bundesliga hatte er Reus neu in die Mannschaft geholt – und der Nationalspieler dankte es ihm auf seine Weise. Im Fallen legte er Mchitarjan den Ball zum Führungstreffer nach 3:39 Minuten auf. Die zweite Chance nach nicht mal fünf Minuten verwandelte Reus selbst. Diesmal wühlte sich Mchitarjan auf der rechten Seite durch, flankte nach innen, wo Kevin Großkreutz den Ball abtropfen ließ für Reus.

Anders als am Samstag in Hamburg profitierten die Westfalen wieder einmal von ihrem schnellen Umschaltspiel. Nach einem starken Doppelpass mit Lukasz Piszeczk (30.) verpasste Reus das 3:0 nur knapp. Überhaupt waren die Dortmunder in der ersten Halbzeit ihrem Gegner klar überlegen, der schon mit gerade mal sechs Punkten als schwächster Gruppenzweiter in die erste K.o.-Runde eingezogen war. Hinzu kommt, dass die russische Meisterschaft erst im kommenden Monat beginnt. Das letzte Pflichtspiel bestritt Zenit im Dezember vergangenen Jahres. Trainer Luciano Spalletti ging an der Linie auf und ab, seine Miene sprach Bände. Mehr als der Versuch eines Flugkopfballs von Winter-Neuzugang José Rondón war eine Halbzeit lang nicht drin, am entschlossensten wirkte in den Reihen der Russen der Brasilianer Hulk.

Seine Teamkollegen bemühten sich nach dem Seitenwechsel auch deutlich mehr. Die beste Chance hatte aber erstmal Lewandowski (48.), seinen wuchtigen Schuss aus kurzer Distanz konnte der Zenit-Schlussmann Juri Lodigin noch mit den Fäusten klären. Doch rächte sich die mittlerweile hohe Fehlpassquote bei den Gästen. Nach zwei Versuchen von Rondon schoss Schatow den Ball ins Netz der Dortmunder. Die richtige Reaktion folgte prompt: Auf Vorlage von Piszczek erzielte Lewandowski seinen fünften Treffer in der laufenden Champions-League-Saison. Dann kam Petersburg aber noch einmal ran durch einen Elfmeter. Und wieder sorgte Lewandowski für die passende Antwort.

Zenit St. Petersburg: Lodygin - Anjukow (84. Smolnikow), Luís, Lombaerts, Criscito - Witsel, Faisulin (84. Kerschakow) - Hulk, Schatow, Arschawin (15. Timoschtschuk) - Rondon 

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Friedrich, Sokratis, Schmelzer - Kehl, Sahin - Reus (85. Hofmann), Mchitarjan (70. Aubameyang), Großkreutz (90.+1 Durm) - Lewandowski

Schiedsrichter: Collum (Schottland)

Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Mchitarjan (4.), 0:2 Reus (5.), 1:2 Schatow (57.), 1:3 Lewandowski (61.), 2:3 Hulk (69./Foulelfmeter), 2:4 Lewandowski (71.)

Gelbe Karten: Anjukow, Faisulin / Piszczek

Beste Spieler: - / Lewandowski, Piszczek, Reus