Wer spielte wie gegen wen?

VfB Stuttgart – Eintracht Braunschweig 2:2
VfL Wolfsburg – Bayern München 1:6
Hannover 96 – Bayer Leverkusen 1:1
Borussia Mönchengladbach – FC Augsburg 1:2
FC Schalke 04 – TSG Hoffenheim 4:0
Hamburger SV – Eintracht Frankfurt 1:1
1. FC Nürnberg – Werder Bremen 0:2
SC Freiburg – Borussia Dortmund 0:1
FSV Mainz 05 – Hertha BSC 1:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Schalke gegen Hoffenheim, weil diese Partie am Weltfrauentag eine Art Blumenstrauß für den Mann war, ein Fußballspiel zum Verlieben (Political-Correctness-Hinweis: Damit sollen sich alle Frauen nicht ausgegrenzt fühlen). Alle Stadionbesucher sahen, wie Schalke im eigenen Stadion die Hoffenheimer auskonterte. In der 6. Minute traf Klaas-Jan Huntelaar, in der 28. Minute traf Klaas-Jan Huntelaar, dann durfte Klaas-Jan Huntelaar vor der Pause auch noch zum Elfmeter antreten. Er tat es, aber irgendwie auch nicht. Der Ball segelte schnell wie eine fliegende Schnecke in die Arme des Torwarts. "Ist er noch ganz dicht?", fragte sein Trainer. Doch die Sorgen waren unbegründet. In der zweiten Hälfte schossen die Schalker erst das 3:0 durch Obasi und sogar noch das 4:0. Torschütze zum Abschluss war Klaas-Jan Huntelaar. Angesprochen auf seinen Zeitlupen-Elfmeter sagte er mit dem Lächeln eines Schelmes: "Ich wollte anlaufen und hatte dann plötzlich einen Krampf."

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Wolfsburg gegen Bayern. Vergessen schien zunächst der stundenlange Stromausfall, der vor der Partie halb Wolfsburg lahm gelegt hatte. Auf den Straßenkreuzungen waren wegen der fehlenden Ampelbeleuchtung Autos gecrasht, im VW-Werk hatten die Produktionsbänder stillgestanden, auch der Wolfsburger Dauerrenner Ivica Olic konnte nicht rechtzeitig aufgeladen werden. Er musste auf der Ersatzbank Platz nehmen. Trotz allem ging es spannend los: 17. Minute, Flanke, Naldos gestreckter großer Zeh, 1:0. Die Wolfsburger waren den Überbayern gewachsen, spielten sie streckenweise aus. Bis zur Pause stand es 1:1, ja, es war ein packendes Spiel, doch dann kam die übliche FC-Bayern-Langeweile. 6:1 stand es am Ende. "Die Bundesliga ist für uns immer noch interessant", musste Philipp Lahm danach sagen, in seinem Kommentar zum 16. Sieg in Serie. Das klang so glaubwürdig wie diese Warnung vor dem nächsten Stromausfall:

Wer stand im Blickpunkt?

Aaron Hunt, der neue moralische Held von der Weser. 27 Jahre ist der Spielmacher alt, fast 200 Spiele musste er für Bremen absolvieren, bevor er am Samstagabend den Fair-Play-Orden der Herzen bekam. Er hatte eine Schwalbe gemacht. So heißt es, wenn ein Spieler im Strafraum wie ein Vogel fliegt, obwohl es dafür eigentlich keinen Grund gibt. Da der Schiedsrichter Hunts Betrug nicht erkannte, entschied er auf Strafstoß. Doch dann kam der große Moment: Hunt ging auf den Schiri zu und erklärte: war kein Elfer. Der Referee nahm die Entscheidung zurück, Hunt ließ sich feiern und sagte: "Ich habe ein bisschen mit mir gekämpft, aber so wollte ich hier nicht gewinnen." Die Schwalbe flog übrigens in der 75. Minute, da stand es schon 2:0 für Bremen.