Wer spielte wie gegen wen?

FC Bayern München – VfB Stuttgart 1:0
FC Schalke 04 – 1. FC Nürnberg 4:1
Bayer 04 Leverkusen – Werder Bremen 2:1
Hannover 96 – SC Freiburg 3:2
VfL Wolfsburg – Borussia Mönchengladbach 3:1
TSG Hoffenheim – Eintracht Braunschweig 3:1
1. FSV Mainz 05 – Hamburger SV 3:2
FC Augsburg – Eintracht Frankfurt 2:1
Hertha BSC – Borussia Dortmund 0:4

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Keines.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Alle.

Wer stand im Blickpunkt?

Tom Neuwirth, alias Conchita Wurst, Sie wissen schon, die Frau mit mehr Bart als Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger zusammen. Knapp neun Millionen Zuschauer sahen am Samstag allein in Deutschland, wie die Dragqueen auf High Heels im engen Kleid durch den TV-Abend glitzerte. "Jetzt hot uns die den Schaß gwonnen", hieß es im Österreichischen Hörfunk am Ende des Eurovision Song Contests.

Mit Fußball hat das nichts zu tun. Schon klar. Aber was sollen wir machen? Seit fast vier Jahren lesen Sie an dieser Stelle jene Geschichten, die vom Bundesliga-Wochenende bleiben. Interessantes, Lustiges, Spannendes, manchmal gar Trauriges. Doch was sich an diesem 34. Spieltag abspielte, haben wir noch nie erlebt. Eine Meisterschaft, die nur noch fürs Protokoll zu Ende gespielt werden musste. Ein Abstiegskampf, in dem die Absteiger nicht kämpften. Und dazwischen viel langweiliges Gekicke. Selbst die Krönung der Saison, der feierliche Moment der Siegerehrung, wirkte in München so spannend wie das Adventsbasteln im Seniorenheim "Zum stillen Ende". Pep Guardiola dachte wohl schon an den Sommerurlaub, als er die Meisterschale kurz fallen ließ. Franz Beckenbauer sagte: "Bravo". Und Philipp Lahm lächelte wie Philipp Lahm lächelt.  

Lesen Sie hier weiteres Rumgejammer über den Zustand der Bundesliga. Und jetzt denken Sie an David Beckham. Der versuchte eine ganze Karriere lang ähnlich zu polarisieren wie Tom Neuwirth, konnte aber nur halb so gut kicken, wie die Dragqueen singen kann, selbst ohne Glitzerkleid: