Beim Hamburger SV stehen die Zeichen auf Umbruch: Mit dem Reformkonzept HSVPlus werden die Profi-Fußballer aus dem Gesamtverein in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert. Das beschlossen die Mitglieder des Vereins bei ihrer Versammlung im Hamburger Stadion.

86,9 Prozent der anwesenden 9.702 Mitglieder stimmten für die Ausgliederung, 13,1 Prozent waren dagegen. Notwendig für die Annahme waren 75 Prozent. Es gab 44 Enthaltungen. Bereits vor der Abstimmung über das Reformkonzept hatte die überwiegende Mehrheit der Mitglieder mit tosendem Beifall Sympathie für die Ausgliederung und Umbildung in eine Aktiengesellschaft bekundet.

Damit ist der Weg frei für den Einstieg von Investoren. Der Milliardär und HSV-Fan Klaus-Michael Kühne steht als erster Käufer von Anteilen bereit. Er will etwa 20 Millionen Euro geben.  

Nach der katastrophalen Saison mit dem Beinahe-Abstieg des einstigen Europacup-Siegers war die Bereitschaft der Fans zugunsten der Ausgliederung offenbar gestiegen. Bereits vier Monate zuvor bei der Auswahl eines künftigen Konzeptes hatte HSVPlus mit 79,4 Prozent die Mehrheit erhalten.