Der SC Paderborn zieht als 53. Verein in die Fußball-Bundesliga ein. Mit dem 2:1 (2:1) über den VfR Aalen machte der Provinzclub aus Ostwestfalen einen der ungewöhnlichsten Aufstiege der Bundesliga-Historie perfekt. Das Team von Trainer André Breitenreiter wahrte am Sonntag vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena dank der Tore von Marc Vucinovic (14.) und Mario Vrancic (21.) den Zwei-Punkte-Vorsprung auf die SpVgg Greuther Fürth. Den Führungstreffer für die Gäste erzielte Joel Pohjanpalo (9.). 

Trotz eines geringen Etats von nur 6,2 Millionen Euro sicherte sich Paderborn hinter dem 1. FC Köln den zweiten Tabellenplatz. Ein starker Saison-Endspurt mit zuletzt nur einer Niederlage in zehn Spielen ebnete dem Verein den Weg ins Glück. "Mit einer Mannschaft aufzusteigen, die keiner auf der Rechnung hatte, ist eine Sensation. Ich bin unglaublich stolz, Trainer dieser Jungs zu sein", sagte der Paderborn-Trainer André Breitenreiter.  


Auch der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker übermittelte eilige Glückwünsche: "Als Theologe bin ich mit der Verwendung des Begriffs 'Wunder' etwas vorsichtig, aber der Aufstieg des SC Paderborn in die Bundesliga ist schon etwas, das man zumindest als 'Fußballwunder' bezeichnen kann."

Paderborn-Kapitän Markus Krösche wird seine aktive Fußballkarriere nach 13 Jahren beim SC beenden. "Einen besseren Zeitpunkt aufzuhören, kann es nicht geben", sagte Krösche. Auf die Frage, ob er nicht noch einmal gegen Franck Ribéry spielen will, antwortete er: "Lieber nicht."