Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat Stürmer Mario Gomez und Torwart René Adler nicht für die Weltmeisterschaft in Brasilien nominiert. Dagegen gehören Mittelfeldspieler Sami Khedira nach seinem Kreuzbandriss und der in der WM-Saison häufig verletzte Torjäger Miroslav Klose zum vorläufigen Aufgebot, das Löw in Frankfurt am Main präsentierte. Unter den 30 Spielern sind überraschenderweise gleich sechs Länderspiel-Neulinge.

Gomez sei "nicht fit und hat lange nicht gespielt", begründete Löw seine Entscheidung gegen den Stürmer. "Ich glaube, dass er nicht in der Lage ist, bei der WM körperlich zu bestehen." Zu den gestrichenen Akteuren zählen auch der Gladbacher Max Kruse, der Leverkusener Sidney Sam, Dortmunds Sven Bender und der Hamburger Heiko Westermann.

Die meisten Spieler stellen die beiden Pokalfinalisten Bayern München mit sieben und Borussia Dortmund mit sechs Akteuren. Im Tor setzt Löw neben der Nummer 1 Manuel Neuer auf BVB-Routinier Roman Weidenfeller und Ron-Robert Zieler von Hannover 96 – "zwei erfahrene Torhüter, einer mit Perspektive", sagte Löw. 

Erstmals überhaupt nominiert für das A-Team wurden der Dortmunder Außenverteidiger Erik Durm, die Schalker Mittelfeldspieler Max Meyer und Leon Goretzka sowie der Hoffenheimer Angreifer Kevin Volland.

Ohne Länderspielerfahrung sind zudem der Augsburger Offensivspieler André Hahn und Verteidiger Shkodran Mustafi von Sampdoria Genua.

Sonderkader für Spiel gegen Polen

Hinter jedem der Nominierten stehe ein klares Ja, sagte Löw. Bei Sami Khedira habe er nach dem Kreuzbandriss eine Ausnahme gemacht. "Persönlichkeit und Erfahrung haben hier den Ausschlag gegeben", sagte Löw. 

Für das Vorbereitungsländerspiel gegen Polen am Dienstag präsentiert Löw einen eigenen Kader. Denn zu dem Zeitpunkt sind die Spieler von Borussia Dortmund, Bayern München, Arsenal London und Real Madrid noch nicht verfügbar. Deshalb breche aber für den Fußball kein Notstand aus, sagte Löw scherzhaft. 

Wer tatsächlich nach Brasilien fliegt, wird Löw bis zum 2. Juni entscheiden. Dann erst muss er die endgültigen 23 deutschen WM-Spieler an den Weltverband Fifa melden. Wer endgültig nach Brasilien mitfliegt,  wird sich auch in dem anstehenden Trainingslager in Südtirol entscheiden.