Kevin-Prince Boateng und Sulley Muntari sind unmittelbar vor Ghanas entscheidendem WM-Vorrundenspiel gegen Portugal aus der Mannschaft geworfen worden. Am Morgen habe er von seiner Suspendierung erfahren, sagte Boateng der Sport Bild. Er berichtete von einem Zwischenfall am Vortag im Training, an dem auch Muntari beteiligt gewesen sein soll. Trainer Kwesi Appiah habe die Aktion falsch interpretiert, sagte Boateng.

Boateng gibt an, er habe nach einem Zweikampf mit Muntari mit diesem gescherzt. Der Trainer habe die Trainingseinheit daraufhin unterbrochen und Boateng in die Kabine geschickt. Danach habe Boateng um ein Gespräch mit dem Trainer gebeten. "Ich fragte ihn, was er gegen mich habe?" Daraufhin soll Appiah angefangen haben zu schreien und ihn zu beleidigen. "Es fielen Wörter wie: Fuck off", sagte Boateng.

Ghanas Fußballverband GFA berichtete stattdessen von "vulgären verbalen Beleidigungen" des 27-Jährigen gegen Trainer Appiah. Boateng habe zudem keine Reue für sein Verhalten gezeigt. 

Boateng will Suspendierung akzeptieren

Boateng erklärte, die Suspendierung zu akzeptieren, "nur sollte keiner glauben, dass ich den Trainer beleidigt hätte oder mir etwas zu Schulden kommen ließ. Ich reise nun ab und wünsche meinen Kollegen alles erdenklich Gute für die WM und das Spiel gegen Portugal".

Auch für den Mittelfeldspieler Muntari ist die WM-Mission beendet. Der Profi vom AC Mailand soll laut GFA am Dienstag einen Verbandsfunktionär attackiert haben. Muntari wäre für das letzte Gruppenspiel der Westafrikaner gegen Portugal in Brasília aber sowieso wegen einer gelben Karte gesperrt gewesen und hätte erst wieder in einem möglichen Achtelfinale eingreifen können.