ZEIT ONLINE: Frau Butzug, wie läuft es in Brasilien?

Corinna Butzug: Wunderbar. Heute Morgen war der Himmel ein bisschen bedeckt, aber jetzt klart es auf. Ich glaube, es wird wieder ein toller Tag hier am Meer.

ZEIT ONLINE: Und die WM?

Butzug: Die ist mir eigentlich egal. Aber das ganze Drumherum finde ich toll. Die Prominenten zum Beispiel, die jetzt zu uns kommen. Ich habe Aílton gesehen und Paul Janke, der mal bei Der Bachelor mitgemacht hat. Der Rapper Kay One war auch da, da hat sich vor allem meine zehnjährige Tochter gefreut. Mit dem haben wir auch Fotos gemacht. Das ARD-Morgenmagazin war heute schon hier, die übertragen in der Früh live aus Brasilien. Die Kollegen haben sogar ein eigenes Haus angemietet, die Villa Brasilien.

ZEIT ONLINE: Eines Ihrer Ferienhäuser?

Butzug: Nein. Wir haben zwar auch ein Ferienhaus, das Brasilien heißt, aber das ist es nicht.

ZEIT ONLINE: Sie vermieten Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Brasilien und Umgebung. Sind Sie ausgebucht?

Butzug: Wir haben 160 Wohnungen und Häuser, die wir verwalten – fast alle sind vermietet. Obwohl noch nicht mal Hauptsaison ist.

ZEIT ONLINE: Wegen der WM?

Butzug: Glaube ich nicht. Die Wohnungen werden weit im Voraus gebucht. Nur ein paar Leute kommen jetzt noch recht kurzfristig.

ZEIT ONLINE: Hat jede Wohnung einen Fernseher, damit die Gäste die WM-Spiele sehen können?

Butzug: Ja, natürlich. Und diejenigen, die die WM-Spiele draußen schauen wollen, die können ja an den Strand gehen zum Public Viewing.

ZEIT ONLINE: Sind Sie auch dort?

Butzug: Nein, ich interessiere mich gar nicht für Fußball. Ich habe noch kein einziges Spiel gesehen, noch nicht mal das der deutschen Mannschaft. Mein Mann und mein Sohn, die schauen – meine zehnjährige Tochter und ich nicht.

Brasilien an der Ostsee - Die Copacabana hinter Kiel An der holsteinischen Ostseeküste befindet sich in der Gemeinde Schönberg der Ortsteil Brasilien – direkt neben Kalifornien. Traumstrände und Offenheit hinter dem Deich lassen den brasilianischen Geist aufleben.

ZEIT ONLINE: Was machen Sie stattdessen?

Butzug: Dinge, die Frauen halt so machen.

ZEIT ONLINE: Zum Beispiel?

Butzug: Beim ersten Spiel der Deutschen habe ich den beiden Männern Sandwiches hingestellt und mit meiner Tochter im Nebenzimmer neuen Nagellack ausprobiert und gequatscht. Und nächste Woche, wenn Deutschland am Donnerstag gegen die USA spielt, fahren wir nach Kiel zum Shoppen. Da kriegt man überall einen Parkplatz.

ZEIT ONLINE: Was schauen Sie denn gern im Fernsehen an?

Butzug: Dirty Dancing, zum Beispiel. Das schaue ich immer, wenn es kommt.

ZEIT ONLINE: Macht Ihr Mann Ihnen dann auch Sandwiches?

Butzug: Eher nicht.