Costa Rica – England 0:0

England hat auch in seinem letzten WM-Spiel nicht überzeugt. Gegen Costa Rica reichte es nur zu einem 0:0. Damit beendet die Mannschaft um Trainer Roy Hodgson ihren Auftritt in Brasilien mit lediglich einem Punkt und sorgt damit für die schlechteste WM-Bilanz in der Geschichte des englischen Fußballs. Zuvor hatte England gegen Italien und Uruguay verloren. Costa Rica zog dagegen souverän mit 7 Punkten als Gruppen-Erster ins Achtelfinale ein und trifft dort am Samstag auf den Zweiten der Gruppe C.

Roy Hodgson zeigte sich trotz allem zumindest mit der Abschiedsvorstellung seiner Mannschaft zufrieden. "Wir haben gezeigt, was für ein gutes Team wir sein können. Heute hatten wir Pech, dieses Spiel nicht gewonnen zu haben. Ich bin natürlich enttäuscht, aber wir haben eine gute Leistung gezeigt", sagte Hodgson. "Wir haben sie dominiert."

Viele Umstellungen bei England

Hodgson brachte wie angekündigt gleich neun neue Spieler, um möglichst vielen WM-Einsatzzeit zu gewähren. Auf der Bank saßen daher unter anderen Wayne Rooney und der etatmäßige Kapitän Steven Gerrard. Die Binde durfte Frank Lampard in seinem wohl letzten WM-Spiel tragen. Die Umstellungen bereiteten den Engländern zunächst große Probleme. Die Abstimmung stimmte nicht, die Folge waren Fehlpässe und Ballverluste. Auch Lampard konnte nicht für Ordnung sorgen.

Costa Rica begann dagegen selbstbewusst. Ein leicht abgefälschter Schuss von Joel Campbell segelte schon in der zweiten Minute nur knapp am englischen Tor vorbei. Torhüter Ben Foster wäre chancenlos gewesen, reagierte dafür jedoch bei einem Freistoß von Celso Borges prächtig, indem er den Schuss mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte (23.).

Die Engländer kamen bei angenehmen Temperaturen um gut 20 Grad und Sonnenschein danach etwas besser ins Spiel. Akzente setzte vor allem Daniel Sturridge: In der zwölften Minute schoss der Stürmer vom FC Liverpool den Ball mit links knapp am Pfosten vorbei. Nach einem Eckball köpfte Sturridge über das Tor (35.). Diese Torszenen konnten allerdings nicht über das insgesamt dürftige Niveau der Partie hinwegtäuschen.

Auch nach der Pause war es wieder Sturridge, der für den ersten Aufreger sorgte, als er einen abgefälschten Schuss nicht kontrollieren konnte und am herauslaufenden Torwart Keylor Navas scheiterte (49.). Eine ebenfalls für Sturridge gedachte gefährliche Flanke von Adam Lallana fing Navas gerade noch ab (59.).

Anschließend sorgte der kurz zuvor eingewechselte Christian Bolaños mit einem von Foster gehaltenen Distanzschuss für Costa Ricas erste Offensivaktion in der zweiten Halbzeit (62.). Zwei Minuten später vergab Sturridge die klarste Chance der Partie, als er den Ball frei vor Navas am langen Eck vorbei zirkelte.

Für die letzten 20 Minuten brachte Hodgson Steven Gerrard, für den es ebenfalls die Abschiedsvorstellung gewesen sein könnte. Auch Rooney durfte wenig später auf das Feld und versuchte sein Glück gleich bei einem Lupfer.

Costa Rica:  Navas – Gamboa, Duarte, González, Miller, Júnior Díaz – Ruiz, Borges (78. Barrantes), Tejeda – Brenes (59. Bolaños), Campbell (65. Ureña)

England:  Foster – Jones, Cahill, Smalling, Shaw - Lampard, Wilshere (73. Gerrard) – Milner (76. Rooney), Barkley, Lallana (62. Sterling) – Sturridge

Schiedsrichter: Haimoudi (Algerien)

Zuschauer: 57.823

Tore: 0:0

Gelbe Karten: González / Barkley, Lallana

Bester Spieler: Borges, Navas / Sturridge, Foster