Wer spielte wie gegen wen?

Hertha BSC – VfB Stuttgart 3:2
Borussia Dortmund – Hamburger SV 0:1
Bayern München – Hannover 96 4:0
Bayer Leverkusen – SC Paderborn 2:2
Werder Bremen – SC Freiburg 1:1
TSG Hoffenheim – FC Schalke 04 2:1
Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln 3:2
VfL Wolfsburg – FC Augsburg 1:0
Borussia Mönchengladbach – FSV Mainz 05 1:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Dortmund gegen Hamburg. Spannendes Abstiegsduell, sagen die Spötter. Die Optimisten: Der BVB spielt jetzt so, dass ihm so schnell keine Spieler mehr weggekauft werden. In dieser Hinsicht dürfte Dortmund die Bayern erst mal los sein. Jedenfalls kriegt die Borussia gegen defensive Teams in der Bundesliga zurzeit nichts hin. Vor wenigen Jahren überrannte der energiegeladene BVB Gegner wie den HSV, heute scheint ihm der Zaubertrank ausgegangen zu sein. Am Samstag kam die Borussia erst am Ende des Spiels zu Chancen, bis dahin hätte Hamburg höher führen können. Und beim Tor der Hamburger sah man keine Abwehr-, stattdessen eine Fehlerkette: Sebastian Kehl kam zu spät. Mats Hummels rückte zu früh raus. Erik Durm misslang sogar die Notbremse. In die Wege geleitet hatte das Ganze aber Adrian Ramos. Ihm unterlief, wie in Schalke, ein Fehlpass der Kategorie "Vielleicht kein Zufall, dass er zuvor bei Hertha gespielt hat". Aus den letzten vier Spielen ein Punkt, Platz 13, kein Spiel zu null – momentan ist der BVB nicht mal mehr gewöhnlich. "Ich bin jetzt als Trainer gefordert", sagte Jürgen Klopp. "Den Schuh ziehe ich mir an. Ich bin für die Aufstellung und die Einstellung der Jungs verantwortlich." Ist er doch nicht als Kind in den Topf mit dem Zaubertrank gefallen, ist Klopp doch nicht der Obelix der Bundesliga?

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Gladbach gegen Mainz. Zum einen pfiff der Schiedsrichter einen Handelfmeter für Mainz, der Borussen-Trainer Lucien Favre zu einer trapattonihaften Rede provozierte. Zum anderen dämpfte das Ergebnis des Sonntagsspiels die Hoffnung der letzten Unentwegten auf Spannung im Titelrennen. Dortmund und Schalke hatten bereits am Samstag verloren, Leverkusen gewann nicht. Doch auch die Gladbacher blieben den Bayern nicht auf den Fersen. Trotz Führung und dem inzwischen zwölften Spiel ohne Niederlage wuchs ihr Rückstand auf vier Punkte. Das Mittelfeld der Bundesliga beginnt ab Platz zwei.

Wer stand im Blickpunkt?

Markus Gisdol und Jens Keller. Ende 2012 waren beide auf Schalke. Gisdol war Assistent von Huub Stevens in Schalke. Als der gehen musste, entschied sich Schalkes Manager Horst Heldt für Jens Keller, den Jugendtrainer. Seitdem steht Keller unter Beobachtung. Verliert Keller, müssen er und seine Chefs Fragen nach seiner Zukunft beantworten. Gewinnt Keller, stellen dieselben die Frage, warum er eigentlich infrage steht. Wahnsinnig tiefgründig ist die Debatte nicht. Vorige Woche gewann Schalke in einem taktisch schwachen Derby gegen Dortmund und alles war gut. In Hoffenheim verlor Schalke gegen eine besser organisierte Elf. Gisdol lässt dort seit anderthalb Jahren aufregenden Fußball spielen, seit Neuestem sogar mit Abwehr. Seine Mannschaft liegt ungeschlagen hinter Bayern, ist der erste Herausforderer Dortmunds auf Platz 2. Es ist nicht der knappe Sieg der Hoffenheimer, der Heldts damalige Entscheidung zweifelhaft erscheinen lässt. Es ist die bessere Spielidee der Hoffenheimer.