Wer spielt wann gegen wen?

Hertha BSC – VfB Stuttgart (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Dortmund – Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)
Bayern München – Hannover 96
Bayer Leverkusen – SC Paderborn
TSG Hoffenheim – Schalke 04
Werder Bremen – SC Freiburg
Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln (Samstag, 18.30 Uhr)
VfL Wolfsburg – FC Augsburg (Sonntag, 15.30 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – FSV Mainz 05 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Gladbach gegen Mainz. Beide sind so nett, man kann nichts so richtig gegen sie haben. Und jetzt ist das auch noch ein Spitzenspiel. Die Gladbacher, Tabellenzweiter, haben elf Spiele hintereinander nicht verloren. Pep Guardiola nennt die Borussia einen Konkurrenten. Joachim Löw hat gerade zwei Gladbacher für die zwei Spiele der EM-Qualifikation nominiert, Christoph Kramer und Max Kruse. Und Lucien Favre bezeichnet seine Elf als "Kaviar". Wie schön, dass die Gladbacher im Vorjahr, als es mal nicht so lief, an ihm festhielten. Die Mainzer hatte zu Beginn der Saison, nach dem Aus im Europacup und im Pokal, mancher schon auf die Abstiegsränge getippt. Jetzt sind sie ungeschlagen auf Platz 4. Der Architekt ist Kasper Hjulmand, ein freundlicher Trainer aus Dänemark. Hat der Mainzer Manager Christian Heidel, der Jürgen Klopp und Thomas Tuchel zu Bundesliga-Trainern gemacht hat, den nächsten Unbekannten entdeckt? Ab dem dritten Volltreffer glauben wir nicht mehr an Zufall.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Berlin gegen Stuttgart. Nicht dass man sich nicht auch mal ein Spiel von diesen beiden Teams reinziehen könnte. Aber doch nicht am Tag der deutschen Einheit! An diesem Freudentag ist keine Zeit für Fußball. Es ist schließlich nicht allen Völkern, die Freiheit suchen, so gut und friedlich ergangen wie uns. Also zünden Sie eine Kerze an, liebe Mitbürger aus Dresden und Düsseldorf, Zwickau und Zweibrücken, Halle und Hamburg. Und tragen Sie feierliche Kleidung, Kostüm die Damen, Anzug die Herren! Und drunter ihre schwarz-rot-goldenen Shorts, gebügelt natürlich.

Wer steht im Blickpunkt?

Peter Knäbel, der neue Direktor Profifußball des Hamburger SV. Zuletzt war er Technischer Direktor der Schweizer Nationalmannschaft, wo er sich einen guten Ruf erarbeitet hat. Urs Siegenthaler und Ottmar Hitzfeld haben sich lobend geäußert. Am Samstag sitzt er zum ersten Mal auf der Hamburger Bank, in Dortmund, wo er aufgewachsen ist. Der HSV ist Letzter, vermutlich auch nach dem nächsten Spiel. "Der HSV ist ein Puzzle aus tausend Teilen, das gefallen und zersprungen ist", sagt Knäbel. Doch der Neue, Didi Beiersdorfer, scheint ein begabter Puzzler zu sein. Er holt gute neue Kräfte. Zuerst Bernhard Peters als Nachwuchsdirektor, Klinsmanns Hockey-Freak, jetzt Knäbel. Und Joe Zinnbauer ist noch längst nicht abgeschrieben. Er konnte nun erstmals fast eine Woche am Stück mit seiner neuen Mannschaft trainieren. Wäre der HSV an der Börse, Insider redeten jetzt von Einstiegspreisen. Wir machen uns Sorgen. Wird der HSV bald gut? Über wen sollen wir künftig spötteln?