Wer spielte wie gegen wen?

Werder Bremen – 1. FC Köln 0:1
Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart 4:5
Hertha BSC – Hamburger SV 3:0
TSG Hoffenheim – SC Paderborn 1:0
FC Augsburg – SC Freiburg 2:0
Borussia Dortmund – Hannover 96 0:1
Bayer Leverkusen – Schalke 04 1:0
VfL Wolfsburg – FSV Mainz 05 3:0
Borussia M'gladbach – Bayern München 0:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Frankfurt gegen Stuttgart, das 4:5, ein Spiel wie eine Zirkusnummer, meine Damen und Herren, liebe Kinder, hereinspaziert, hereinspaziert. Die beiden würdevoll ergrauten Zirkusdirektoren Thomas Schaaf und Armin Veh wissen eben, wie man sein Publikum unterhält. Und so gaben die beiden ihren Abwehrspielern und Torhütern mit auf den Weg, möglichst clownesk über die eigenen Beine zu stolpern oder sich notfalls den Ball auch mal ins eigene Tor zu boxen. Hauptsache Treffer, 1:0, 1:1, 1:2, 1:3, 2:3, 3:3, 4:3, 4:4, 4:5. Es fehlte eigentlich nur noch, dass jemand mit dem Ball auf der Nase balancierend ins Tor läuft und dabei in die Hände klatscht. Oder so was hier.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bremen gegen Köln war so ziemlich das Gegenteil von Spektakel. Und ein ganz schlechtes Zeichen ist, einen solchen Graupenkick auch noch zu verlieren. Nach dem 0:1 musste also Robin Dutt am Samstagnachmittag seine Koffer packen, obwohl er am Samstagvormittag noch das Auslaufen, das Regenerationstraining der Mannschaft geleitet hatte. Das ist in etwa so, als ob der Tierpfleger noch schnell die Elefantenkacke wegmachen muss, bevor er entlassen wird. Die Bremer Fans mögen anderer Meinung sein, aber uns, die Freunde des billigen Witzes, trifft der Abschied von Robin Dutt hart.

Wer stand im Blickpunkt?

Manuel Neuer. Und das ist ein Kompliment für Borussia Mönchengladbach. Bisher war der Bayern-Torwart in dieser Bundesliga-Saison so beschäftigungslos wie ein Ordner im Fanblock des VfL Wolfsburg. Ob es mit seiner chronischen Langeweile zu tun hat, dass er nun als schon dritter Weltmeister Liebesprobleme hat, soll an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden. Gegen Gladbach, wie gesagt, war Neuer gefordert, musste drei, viermal eingreifen, weil die Bayern-Abwehr bei den Gladbacher Kontern zeigte, dass sie immer auch für einen verlorenen Zweikampf gut ist. Ein 0:0 am Ende, aber eines, das Gladbach und dem Rest der Liga Mut machte. Eine Niederlage des FC Bayern ist nur noch ein bisschen unvorstellbar.