Wer spielt wann gegen wen?  

Bayern München – TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)
FC Schalke – VfL Wolfsburg
Borrussia Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt
FSV Mainz 05 – SC Freiburg
Hannover 96 – Bayer Leverkusen
SC Paderborn – Borussia Dortmund
1.FC Köln – Hertha BSC (Samstag, 18.30 Uhr)
Hamburger SV – Werder Bremen (Sonntag, 15.30 Uhr)
VfB Stuttgart – FC Augsburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welche Partie dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Paderborn gegen Dortmund. Auf der einen Seite: Der Verein, der gerade für Schlagzeilen sorgt, der an den internationalen Plätzen schnuppert und in der ganzen Region Endorphine freisetzt. Auf der anderen: Dortmund. Ablenkung von der Bundesliga-Krise des BVB gab es zumindest für Neven Subotić. Er durfte sich selbst im Kino dabei zugucken, wie sein Knie wieder heilte. Neven – Geschichte eines Comebacks heißt der Kino-Knüller. Kein Witz. "Ich hoffe, die Hauptfigur stirbt am Ende nicht", sagte Subotić vor der Premiere. Alles gut, Subotić kann gegen Paderborn wieder ran. Ein anderer hat beim BVB vorgebaut: Hans-Joachim Watzke. Der Geschäftsführer hat zwei Dauerkarten für den SC Paderborn. Die braucht er vielleicht auch, um nächstes Jahr wieder Bundesliga zu gucken.

Welche Partie können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Das Nordderby. Es spielt Hamburg, der Vorletzte, gegen Bremen, den Drittletzten. Wenigstens bemüht sich der HSV um die richtigen Rahmenbedingungen. Er hat seine Fans aufgefordert, das Spiel zum lautesten Fußballspiel aller Zeiten zu machen. Passt ja, weil die Hamburger durch ihr enormes Redebedürfnis auffallen: "Moin" – "Moin" – "Und?" – "Jo." –  "Selbst?" – "Jo. Bier?" – "Jo." Es gilt, den 132-Dezibel-Europarekord der Fans von Besiktas Istanbul zu übertreffen. Werden wir also bald von hanseatischen statt südländischen Verhältnissen sprechen?

Wer stand im Blickpunkt?

Der baldige Freigänger und Angestellte in der Jugendabteilung des FC Bayern, Uli Hoeneß. Ach, und Matthias Sammer.

Worüber werden nach dem Spieltag alle reden?

Über die Fifa. Sepp Blatter hat Strafanzeige bei einem Berner Staatsanwalt gestellt. Wow! Greift er jetzt durch, räumt er jetzt auf? Vergiss es! Gleichzeitig stellt der Fifa-Präsident nämlich klar: Die Untersuchung zu den WM-Vergaben an Katar und Russland sei abgeschlossen. In Wahrheit ist der Gang zum Gericht bloß ein weiterer Trick, um Zeit zu gewinnen und abzulenken. Experten schätzen, dass es lange dauern wird, bis Bern etwas rausfinden könnte. Derweil lesen wir, dass Franz Beckenbauer nicht für Katar gestimmt haben soll. Das schreibt Beckenbauers langjähriger Kumpel Alfred Draxler in der Sport Bild. Und zeigt stattdessen auf den Uefa-Präsidenten Michel Platini, den Katar-Versteher und -Wähler. Um den solle sich die Fifa kümmern. Recht so, aber wieso nicht um beide? Was die Sport Bild nämlich nicht schreibt: Dass Beckenbauer nicht für Russland gestimmt habe, dessen Partner er im Jahr nach der Wahl wurde.