Wer spielte wie gegen wen?

Borussia Dortmund – TSG Hoffenheim 1:0 (1:0)
Borussia M'gladbach – Hertha BSC 3:2 (1:1)
Hannover 96 – VfL Wolfsburg 1:3 (1:1)
VfB Stuttgart – FC Schalke 04 0:4 (0:3)
1. FC Köln – FC Augsburg 1:2 (1:0)
SC Paderborn – SC Freiburg 1:1 (0:1)
Bayern München – Bayer Leverkusen 1:0 (0:0)
Hamburger SV – 1. FSV Mainz 05 2:1 (1:0)
Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 5:2 (1:1)

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Dortmund gegen Hoffenheim. Um sie zu erleben, die Naturgewalt Südtribüne. Die Emotion, Präsenz, Wucht der Dortmunder Fans schien Hoffenheims Keeper Oliver Baumann physisch gen Grasnarbe zu drücken, sodass er die Flanke unterlief, die in der 17. Minute Aubameyang vors Tor geschlagen hatte. Gündogan, der auf den Patzer spekuliert hatte, nickte ein. Klopp und die 80.000 (minus Hoffenheimer Häuflein) reagierten enthusiastischer als Star Wars-Fans beim Anblick des Millennium Falken.

Weitere schwarz-gelbe Chancen wurden einmal zu Unrecht wegen Abseits abgepfiffen und ein halbes Dutzend Mal vertändelt. Zwischendurch köpfte Hummels einen strammen Freistoß aus dem Weg in den eigenen Winkel und Subotic grätschte ungeahndet im eigenen Strafraum umher. Kurz: alles war wie früher. Alles außer dass der BVB nach diesem 14. Spieltag mit 14 Punkten auf Platz 14 steht.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

"Oooooh, wie ist das schön", sangen die Hamburger Fans in der 87. Minute. Schön war das Spiel gegen Mainz wahrlich nicht, aber es stand 2:0 und der dritte Heimsieg in Serie war quasi im Sack, also wer wollte es ihnen vergönnen? Kopfballungeheuer Okazaki! Der verkürzte im hektischen Schlusssprint noch auf 1:2 und verzog mit einem weiteren Schuss nur um Zentimeter, den Ausgleich verpasste Mainz am Ende insgesamt verdient. Am übelsten muss das Urgestein Nikolce Noveski aufgestoßen haben. Vor dem 0:1 hatte der Abwehrrecke gepatzt, den Elfmeter zum 0:2 mit einem selten unglücklichen Handspiel verursacht und zwischendurch seinen Mitspieler Stefan Bell blutig (an-)geköpft. Passiert.

Worüber reden nach dem Spieltag alle?

Über Augsburg, Alex Meier und die Bayern. Augsburg ist nach einem Sieg des Willens über Köln Dritter. Und das nicht in der zweiten, sondern in der ersten Bundesliga! Obwohl nur die Frankfurter weniger laufen als Weinzierls Truppe. Eintracht-Ikone Alex Meier läuft ja quasi überhaupt nicht. "Läuft bei dir!", ruft die deutsche Jugend da mit ihrem feinen Sinn für Ironie, und "Gönn dir!". Tut er: Meier ist nach zwei Buden gegen Bremen weiter bester Torjäger der Liga. Der ersten. Die Bayern wiederum gewannen gegen Leverkusen mit nur einem einzigen Tor, aber was für einem! Ribérys hundertster Treffer für München fiel nach einer Ecke, erstmals im 109. Versuch. In der Gefahr, mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen: Diese neue Stärke bei Standards könnte der Schlüssel sein für ein Mitmischen des FC Bayern im Kampf um die Meisterschaft. In der ersten Liga. Hier lasen sie es zuerst.