Stefan Kraft hat die Vierschanzentournee gewonnen. Dem 21-jährigen Österreicher reichte im Finale in Bischofshofen der dritte Platz zum Gesamt-Triumph. Sein Landsmann Michael Hayböck sicherte sich mit 137,5 und 136,5 Metern den Tagessieg vor dem Japaner Noriaki Kasai. Für die österreichischen Skispringer war es der siebte Erfolg in Serie. Bester Deutscher war Richard Freitag. Mit 129,5 und 133,5 Metern schloss er die Tournee auf Rang sechs ab.  

"Wir haben in Einzelsprüngen schon gezeigt, dass wir es draufhaben. Aber zur Tournee gehören halt acht Sprünge", sagte Freitag. Sein Teamkollege Severin Freund belegte in Bischofshofen den achten Rang, in der Gesamtwertung wurde er ebenfalls Achter. "Mehr vorgenommen, leider ist nicht das rausgekommen", meinte Freund im ZDF und versprach: "Wir werden nächstes Jahr wieder da sein."  

Überschattet wurde das Finale von einem Sturz des viermaligen Olympiasiegers Simon Ammann. Der Schweizer verlor nach der Landung die Kontrolle über seine Ski. Er prallte mit dem Gesicht heftig auf den Schnee. Sofort eilten Rettungskräfte herbei und brachten Ammann auf einer Trage von der Unglücksstelle. Mittlerweile befindet sich der 33-Jährige laut Schweizer Skiverband bei Bewusstsein und in einem stabilen Zustand. Er soll sich Prellungen und Abschürfungen zugezogen haben.

Der Schweizer war in Oberstdorf im ersten Durchgang bereits gestürzt. Damit hatte er seine Chancen auf den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee eingebüßt. Der Amerikaner Nicholas Fairall und der Japaner Daiki Ito waren schon bei der Qualifikation in Bischofshofen am Montag  gestürzt.