Wer spielte wie gegen wen?

VfL Wolfsburg – Bayern München 4:1
VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach 0:1
FSV Mainz 05 – Paderborn 5:0
SC Freiburg – Eintracht Frankfurt 4:1
Hamburger SV – 1. FC Köln 0:2
FC Schalke 04 – Hannover 96 1:0
Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund 0:0
Werder Bremen – Hertha BSC 2:0
FC Augsburg – TSG Hoffenheim 3:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Wolfsburg gegen Bayern. Manchmal sind Fußballspiele ein bisschen mehr als ein sportliches Messen über 90 Minuten, dieses könnte ein solches gewesen sein. Für Wolfsburg war es nicht nur ein Sieg. Der VfL unterstrich, dass er Dortmund als Nummer zwei abgelöst hat. Dieter Hecking aus Castrop-Rauxel, der den glorreichsten Trainer der Welt bezwungen hat, könnte der Mann werden, über den in nächster Zeit am meisten geredet wird. Und für Bayern war es ein bisschen mehr als eine Niederlage. Bislang hat Guardiola gegen deutsche Mannschaften höchstens mal verloren, wenn es um nichts ging. In Wolfsburg sahen seine Bayern zwischenzeitlich aber so aus, als wäre es was Ernstes: die Abwehr orientierungslos, das Mittelfeld undynamisch, der Angriff harmlos. Aber selbst wenn dieser Sieg nicht über den Tag hinausweisen sollte, so war doch eins gewiss: Am Freitag vernahm man in großen Teilen Deutschlands Erleichterung und Jubelschreie. Bayern hat wieder mal verloren.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Schalke gegen Hannover. Roberto Di Matteo ist ein Anhänger des Minimalistenfußballs. Vielleicht wollte er dies mit diesem 1:0-Sieg noch mal allen mitteilen, bevor er am Dienstag zum nächsten Bundesligaspiel nach München zurückkehren wird – den Ort, wo er sich vor drei Jahren mit Chelsea einen Champions-League-Titel ermauerte. Gegen Hannover bot sein Team den Zuschauern zusammenhangloses Gestocher und einen Glückssieg. Zu allem Überfluss fing sich Klaas-Jan Huntelaar eine Rote Karte ein. Als sein Gegenspieler ihm wegrannte, sprang er ihm von hinten rein. Vielleicht war er gedanklich schon beim Super Bowl.

Wer stand im Blickpunkt?

Der neue und prominente Tabellenletzte, der BVB. Der PR der Deutschen Fußball Liga kommt es angesichts der noch immer klaren Verhältnisse an der Tabellenspitze sehr gelegen: Borussia Dortmund steht ganz hinten, eine der heißesten Nummern, ein Team, das jeden Gegner der Welt schlagen kann. Die halbe Fußballwelt schaut auf den Abstiegskampf der Bundesliga. Die Klopp-Elf spielt das Spiel mit, wie man in Leverkusen sehen konnte. Kämpfen, rennen, grätschen, Bälle weghauen. Um das Positive zu betonen: Der BVB spielte jedenfalls nicht, als hätte er den Ernst der Lage nicht begriffen. Und auf die Bayern hat die Borussia sogar einen Punkt aufgeholt. "Champagnerfußball" könne man in einer solchen Situation nicht erwarten, sagte Klopp. "Die Tabelle ist mir Wurst."