Wer spielte wie gegen wen?

Borussia Dortmund – FSV Mainz 05 4:2
Bayern München – Hamburger SV 8:0
Bayer Leverkusen – VfL Wolfsburg 4:5
TSG Hoffenheim – VfB Stuttgart 2:1
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 1:0
Werder Bremen – FC Augsburg 3:2
Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04 1:0
Hertha BSC – SC Freiburg 0:2
Hannover 96 – SC Paderborn 1:2

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Wolfsburg. Diesen beiden Vereinen fliegen ohnehin schon viele Herzen zu. Und die wenigen Ahnungslosen, die sie bis zum vergangenen Samstag noch nicht liebten, liegen diesen beiden Vereinen spätestens jetzt zu Füßen. Tor, Tor, Tor, Tor, Tor, Tor, Tor, Tor, Tor. So furios ging es zu im Spitzenspiel. Erst stürmte der VfL dem Fußballhimmel entgegen. Dann antwortete Bayer 04 mit vier Treffern in einer Halbzeit. Die Schlusspointe blieb dem Holländer Bas Dost vorbehalten. In der letzten Szene lenkte der Schlaks zum vierten Mal eine scharfe Flanke akrobatisch ins Tor – sein siebter Treffer in der jungen Rückrunde. Die Leverkusener sanken ins Gras, den Wolfsburgern verpasste der Sieg Hormonschübe. Kevin De Bruyne sagte nach dem Spiel: "Ich will Erster werden. Auch wenn die Bayern acht Punkte Vorsprung haben. Ich bin nicht hier, um den FC Bayern Titel gewinnen zu lassen."

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Gladbach gegen Köln. Zum einen wegen der leicht lahmarschigen Angriffsversuche der Gladbacher, die für ihr Siegtor einen extrem günstigen Freistoßpfiff in der Nachspielzeit benötigten. Vor allem aber gingen ein paar Dutzend Kölner Fans allen gewaltig auf die Nerven. Gegen Ende des Spiels stürmten sie vermummt den Platz, wollten den Polizisten Tritte und Schläge verpassen, Feuerwerk flog auf den Platz. Was junge Männer halt für originell halten. Die Gladbach-Fans buhten sie aus, johlten, als ihnen die Ordner und Fotografen Beine stellten. Manche Juristen fordern nun schärfere Gesetze. Beim Verein stoßen sie auf Ablehnung, der schreibt auf seiner Homepage: "Wer von sich behauptet, Fan des 1. FC Köln zu sein und sich so verhält, hat grundlegende Regeln des Fußballs nicht verstanden und ist unerwünscht." Und selbst die harten Jungs aus der Hooligan-Szene lachen über sie, weil "die erst einen auf dicke Hose machen", wie es in einem Forum heißt, "und dann wie kleine Kinder zu Mama rennen". In ihren weißen Overalls legten die Kölner Halbstarken einen filmreifen Auftritt hin:


Wer stand im Blickpunkt?

Marco Reus, der Retter Dortmunds. Erst machte er die BVB-Fans mit einer Unterschrift glücklich. Dann war er verantwortlich für einen seltenen Moment der Erhabenheit. Die Partie gegen Mainz war emotional und wechselhaft verlaufen. Beim Stande von 2:2 schien alles festgefahren, beide Teams hatten sich verhakt, kamen nicht mehr durch, Schienbeine prallten auf Schienbeine. Doch dann kam die 71. Minute. Marco Reus blickte kurz auf, drehte seinen Fuß. Mit der Außenseite schickte er den Ball präzise durch eine ungeahnte Lücke, vorbei an einer Reihe verdutzter Abwehrspieler zu Aubameyang, der den Ball über die Linie stupste. Jubelchöre himmlischer Art. Anbeten muss man Reus dafür, tief anbeten, und in Entzückung vergehen!