Wer spielt wann gegen wen?

VfB Stuttgart – Borussia Dortmund (Freitag, 20.30 Uhr)
SC Paderborn – Bayern München (Samstag, 15.30)
FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt
SC Freiburg – TSG Hoffenheim
FC Schalke 04 – Werder Bremen
FC Augsburg – Bayer Leverkusen
1. FC Köln – Hannover 96 (Samstag, 18.30)
Hamburger SV – Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 15.30)
VfL Wolfsburg – Hertha BSC (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Paderborn gegen Bayern. Wunder werden geschehen, Biblisches wird sich begeben. Wir erinnern uns: Der Riese Goliath, 3 Meter groß und bewaffnet, traf auf David, den Knaben im weißen Gewand. Der Riese verlachte den Knaben. "Komm nur, ich werde dich den Vögeln und den wilden Tieren zum Fressen geben!" Der Knabe aber erwiderte: "Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Schild, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn." Sprachs, nahm seine Schleuder und traf Goliath mit einem Kieselstein an der Stirn. Der ging zu Boden. Das ist Eure Chance, Ihr Ostwestfalen! So steht es geschrieben. Und weiter: "Und da David kein Schwert in seiner Hand hatte, lief er und trat zu Goliath und nahm sein Schwert und zog's aus der Scheide und tötete ihn und hieb ihm den Kopf damit ab." So weit müsst Ihr nicht gehen, Paderborner, wir geben uns mit einem schnöden 1:0 zufrieden.


Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Schalke gegen Bremen. Schön und gut, dass der Tabellendritte Schalke wieder auf dem Weg in die Champions League ist. Aber wenn er da nicht mehr erreichen will, als im Achtelfinale auszuscheiden, ohne blamiert und verlacht zu werden, könnte man sich den Fernsehabend eigentlich sparen. Im Hinspiel gegen Real Madrid ging es der Elf von Roberto die Matteo um den unsichtbaren Kevin Prince Boateng offenbar nur darum, das Gesicht zu wahren. Also nicht wieder sechs Stück zu kriegen wie vor einem Jahr. Real, das vor zehn Tagen in der spanischen Liga 0:4 verloren hatte, musste nur das Nötigste tun. Im Rückspiel wird das nicht viel anders sein. Die spanische Presse schrieb über einen "bis zur Halskrause mittelmäßigen Gegner". Das Spiel lief im deutschen Free-TV zur Prime Time. Wir haben ein paar Zuschauerreaktionen eingefangen:

Wer steht im Blickpunkt?

Martin Schmidt, der neue Mainzer Trainer. Bislang coachte er die U23, Thomas Tuchel hatte den Schweizer einst geholt. Schmidt war Automechaniker und Gründer einer Modefirma. Bei seinem ersten Training schrie er sich heiser. Er steht für PS-starken Pressingfußball. Angeblich, denn Schmidt ist selbst in Mainz so unbekannt, dass er bei einer Straßenumfrage im Vorjahr zur Trainerfrage unerkannt interviewt wurde (Video). Er tritt die Nachfolge von Kasper Hjulmand an. Als der im Sommer nach Mainz kam, galt er schnell als Wackelkandidat. Dann standen die 05er nach acht Spieltagen ungeschlagen auf Rang 3. Um anschließend neun Mal hintereinander nicht zu gewinnen. Jetzt war Hjulmand nicht mehr haltbar. Weil er nur einen Punkt vor den Abstiegsrängen stand. Weil er den Mainzern den freien Rosenmontag streichen wollte. Und natürlich weil er gegen Dortmund verlor.