Wer spielt gegen wen?

Hamburger SV – Hertha BSC (Freitag, 20.30 Uhr)
Hannover 96 – Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)
SC Freiburg – FC Augsburg
VfB Stuttgart – Eintracht Frankfurt
1. FC Köln – Werder Bremen
SC Paderborn 07 – TSG Hoffenheim
FC Schalke 04 – Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr)
FSV Mainz 05 – VfL Wolfsburg (Sonntag, 15.30 Uhr)
Bayern München – Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 17.30 Uhr)


Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Hamburg gegen Berlin. Richtig finster wird es in Deutschland erst um 20.30 Uhr, wenn dieses Abstiegsduell angepfiffen wird. Die DFL verteilt Spezialbrillen. Doch es geht um ganz viel. Noch steht, entgegen allen Schlagzeilen, nicht fest, welche Stadt sich für Olympia bewerben darf. Das Präsidium des DOSB hat zwar Hamburg vorgeschlagen. Darüber entschieden wird aber erst am Samstag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung, einen Tag nach dem Bundesliga-Spiel. Kann das Zufall sein? Ist es nicht. "Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel", sagt der HSV-Trainer Joe Zinnbauer und bezieht sich damit keineswegs nur auf die desolate Situation seiner Mannschaft. ZEIT ONLINE liegen geheimste Geheimdokumente aus dem Innersten des DOSB vor, die belegen, dass Berlin durchaus noch eine Chance auf die Olympischen Spiele hat – wenn die Mannschaft von Pál Dárdai heute gegen Hamburg gewinnt. Das sind wenigstens ausnahmsweise mal transparente Kriterien in der Olympia-Entscheidung.


Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hannover gegen Dortmund. Borusse zu sein ist gerade nicht leicht. In der Liga hinten und nun auch noch das Aus in der Champions League. Manch einer fragte sich, ob gefälschte Fernsehbilder über die Mattscheibe liefen. Wenigstens international war auf die Borussia bislang Verlass gewesen. Inzwischen wird der BVB selbst von alten Damen vorgeführt. Entsprechend platt wird die Mannschaft am Samstag auflaufen. "Wer nicht schießt, kann auch nicht treffen", sagt Jürgen Klopp und könnte damit genauso gut Trainer von 96 sein. Seit neun Spielen warten die Niedersachsen nämlich auf einen Sieg. Trotzdem steht Tayfun Korkut für Club-Chef Martin Kind angeblich nicht zur Diskussion. "Der Trainer hat in schwierigen Phasen bisher die richtigen Antworten gefunden, er wird sie wieder finden", sagt Kind und könnte damit genauso gut der Geschäftsführer von Dortmund sein.

Wer steht im Blickpunkt?

Der Mittelfinger. Seit dieser Woche hoch im Kurs dank Günther Jauch und Yanis Varoufakis. Oder dank Jan Böhmermann. Es ist aber auch verwirrend. War das Video ein Fake? Oder ist der Fake gefaked? Im Fußball jedenfalls sind die Mittelfinger echt, schon immer gewesen. Von Fans, Spielern und sicher auch Trainern. Den wohl teuersten hat Emir Spahic von Bayer Leverkusen vergangenes Jahr seinen Gegenspielern von Braunschweig gezeigt. Das fand das DFB-Sportgericht nicht komisch und verdonnerte Spahic wegen "eines krass sportwidrigen Verhaltens" zu einer Strafe von 15.000 Euro. Viel bekannter ist der Stinkefinger von Stefan Effenberg. In die Luft gestreckt bei der Fußball-WM 1994 in den USA. Für Effe wurde es sehr teuer, Bundestrainer Berti Vogts schmiss ihn raus. Muss Fußballgeschichte nun umgeschrieben werden?