Josef Zinnbauer ist nicht mehr Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. Nach einer Krisensitzung der Clubführung gab der HSV das Aus für den 44-Jährigen nach nur gut sechs Monaten bekannt.

Grund ist der Absturz des noch nie aus der ersten Liga abgestiegenen Clubs nach zuletzt sechs Punktspielen ohne Sieg. Inzwischen steht der Verein auf dem Relegationsrang. Wie der Verein mitteilte, übernimmt Peter Knäbel, der Direktor Profifußball, bis zum Saisonende das Traineramt beim Tabellen-Drittletzten. 

"Joe Zinnbauer hat sich seiner Arbeit vom ersten Tag an mit großer Leidenschaft und maximalem Engagement verschrieben. Er hat alles gegeben für den HSV", sagte der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer. Nach den jüngsten Ergebnissen und in Anbetracht der sportlichen Gesamtsituation sei man aber gezwungen, eine Veränderung vorzunehmen. Neben Zinnbauer wurde auch dessen Assistent Patrick Rahmen freigestellt. 

Knäbel sei "beste Option"

Zur Personalie Knäbel teilte Beiersdorfer mit: "Wir sind überzeugt, dass es in dieser Situation die beste Option für uns ist. Peter kennt die Mannschaft und die Umstände am besten und ist in der Lage, sofort zu handeln." Zinnbauer hatte erst am 16. September 2014 Mirko Slomka abgelöst. 

Nachdem auch bei Hannover 96 in den vergangenen Tagen über einen Trainerwechsel gesprochen worden war, teilte Clubchef Martin Kind mit, man habe sich darauf verständigt, Tayfun Korkut zu behalten. "Als Ergebnis des Gespräches bekam Tayfun Korkut das Vertrauen der Verantwortlichen", hieß es. Hannover rangiert nach zuletzt zehn Spielen ohne Sieg in der Rückrunden-Tabelle auf dem letzten Rang.