Wer spielt wann gegen wen?

FSV Mainz 05 – Schalke 04 (Freitag, 20.30 Uhr)
Hannover 96 – TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)
Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart – SC Freiburg 
1. FC Köln – Bayer Leverkusen 
Hamburger SV – FC Augsburg 
Bayern München – Hertha BSC (Samstag, 18.30 Uhr)
SC Paderborn – Werder Bremen (Sonntag, 15.30 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – VfL Wolfsburg (Sonntag, 17.30 Uhr) 

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Hannover gegen Hoffenheim. Endlich wieder Stimmung in Hannover. Lange boykottierten die Ultras von 96 die Heimspiele der Profis und gingen zur Zweiten Mannschaft, sie stritten mit dem Vereinschef Martin Kind über Banner, Stadionverbote und Sicherheit. Der Konflikt ist nicht gänzlich ausgeräumt, nach Kinds öffentlicher Entschuldigung reden alle wieder miteinander. Jetzt wollen die Fans die Mannschaft im Abstiegskampf wieder unterstützen, "allerdings nur dann, wenn das Zweite Team parallel kein Spiel austrägt", heißt es in einer Erklärung der Ultras. "Den jungen Spielern haben wir vor der Saison zugesagt, sie mindestens eine Spielzeit zu begleiten." Zu spät kommt dies alles für Tayfun Korkut. Kind entließ den Trainer trotz Treuebekenntnis und ersetzte ihn durch Michael Frontzeck. Dessen Punkteschnitt in über 130 Bundesliga-Spielen mit Aachen, Bielefeld und Gladbach liegt unter eins. Nicht viele sind in dieser Rangliste hinter ihm. Die Arminia feuerte ihn mal nach dem vorletzten Spieltag. Dennoch blüht in Hannover die Hoffnung auf den ersten Sieg in diesem Jahr. Vielleicht ist es auch bloß Erleichterung. Im Gespräch war ja auch Peter Neururer.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bayern gegen Hertha. Weil die Berliner erst mal aus der Sofaritze rauskriechen müssen, in die sie beim Fußballgucken am Dienstagabend vor Schreck versunken sind. Weil die Bayern noch so hoch gewinnen können; Meister werden sie erst am Sonntag, wenn Wolfsburg in Gladbach nicht gewinnt. Vor allem, weil das vielleicht gar keiner mitkriegt. In München reden nun eh alle über was anderes. Die Auslosung der Uefa, die der kugelerfahrene Karl-Heinz Riedle vornahm, hat ergeben, dass Pep Guardiola im Halbfinale nach Hause reisen wird. Am 6. Mai wird im Camp Nou der FC Barcelona auf Bayern München warten. Am 12. Mai kommt Barca nach München. Danach wird sich gezeigt haben, wer besser ist: das Original oder die Kopie, die Betaversion oder das Update? Wobei man ja fragen kann, wer sich wem genähert hat. Bayern wurde behutsam pepisiert. Barca geht inzwischen schneller steil. Was für ein Duell! Ein schwereres Los war für die Bayern nicht im Topf. Barcelona wird zur nächsten Zerreißprobe für Guardiola.

Im anderen Halbfinale trifft Juventus Turin auf diesen Herren (rechts):

Wer steht im Blickpunkt

Leider nicht Holger Badstuber. Gegen Porto konnte man wieder sehen, welch guter Verteidiger er ist und welch wunderbar diagonale Flugbälle er schlagen kann. Und dann schon wieder eine Verletzung: Der Doc Müller-Wohlfahrt diagnostizierte einen Muskelsehnenriss im linken Oberschenkel. Die Saison ist für ihn damit beendet, also für Badstuber. Dabei war der doch gerade erst wieder genesen nach zwei Kreuzbandrissen und einem Sehnenriss. Er verpasste den Champions-League-Sieg 2013 und den WM-Titel 2014, bei beiden hätte er sicher gespielt. Und jetzt ist sein FCB wieder drauf und dran, ins Finale vorzustoßen. Der Trost kam von allen Seiten. Innerhalb von Minuten meldeten sich seine Mitspieler auf Twitter, selbst der BVB wünschte gute Genesung. Badstuber hat bereits sein Comeback angekündigt. "Ich bin trotz allem positiv", sagte er.