Wer spielte wie gegen wen?

Hannover 96 – Hertha BSC 1:1
Bayern München – Eintracht Frankfurt 3:0
Borussia Mönchengladbach – Borussia Dortmund 3:1
FSV Mainz 05 – Bayer Leverkusen 2:3
FC Schalke 04 – SC Freiburg 0:0
SC Paderborn – FC Augsburg 2:1
Hamburger SV – VfL Wolfsburg 0:2
1. FC Köln – TSG Hoffenheim 3:2
VfB Stuttgart – Werder Bremen 3:2

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Gladbach gegen Dortmund. Ein Spiel, das für die ganze Saison steht. Die bislang kleine Borussia hat die bislang große Borussia überholt, obwohl die große Borussia die besseren, teureren Spieler hat. Die kleine Borussia, die erstmals in die Champions League will, macht das aber mit Teamgeist, mit Abwehrkraft, mit Solidität wett. Allerdings genügte, wie eine Woche zuvor dem FC Bayern, den Gladbachern gegen Dortmund eine Durchschnittsleistung zum Sieg. Sie mussten nur ein Mal den Ball erobern, um nach 29 Sekunden in Führung zu gehen. Dann ließ Patrick Herrmann die halbe Dortmunder Mannschaft stehen, indem er einfach etwa 70 Meter schnell geradeaus rannte.

In Gladbach stellte man fest: Dortmund ist nicht Bielefeld. Beim BVB wurden erstmals Spuren des Verfalls sichtbar. Zum dritten Mal in dieser Saison kassierte die schläfrige Defensive ein Tor in der ersten Minute. Sebastian Kehl widersetzte sich mehrfach Jürgen Klopps Anordnungen, so was lieben Trainer. Nach dem Spiel soll es in der Kabine ordentlich gekracht haben. Und Klopp sprach den Killersatz: "Wir waren stets bemüht." So distanziert hatte er sich noch nie über seine Elf geäußert. Jetzt muss der BVB tatsächlich wieder Freiburg ins Visier nehmen, auch den SC Paderborn, der am Samstag ins Westfalenstadion kommt. Dortmund darf gegen Paderborn nicht verlieren (diesen Satz bitte drei Mal leise vor sich hin sprechen).

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

HSV gegen Wolfsburg. Punkte holen wollte der HSV, doch dann gab der verträumte Cléber Reis den Ball her. Tor für Wolfsburg nach nicht mal zehn Minuten, der Wettkampf war quasi vorbei. Denn die Mannschaft, die diese Saison weniger Tore geschossen hat als Alex Meier, ist mittellos im Angriff. Wohin die Pässe der ehemaligen Nationalspieler Lewis Holbty und Nikolai Müller kommen, ahnen nur die Gegner. Der ehemalige Knipser Pierre-Michel Lasogga fährt auf der Felge. Der ehemalige WM-Achtelfinalteilnehmer Valon Behrami kloppt den Ball nur nach vorne. Der ehemalige Champions-League-Final-Spieler Ivica Olić schießt Richtung Eckfahne. Der ehemalige Vizeweltmeister Rafael van der Vaart kann nicht mehr. Der HSV spielte noch 80 Minuten ohne auch nur die geringste Aussicht auf einen Treffer. Wenn er angriff, sah das so aus, als spielte jemand mit weichgekochten Spaghetti Mikado. Und als Dietmar Beiersdorfer am Sonntag ein paar Fragen der TV-Reporter beantworten sollte, trat statt eines Vereinsbosses ein Gespenst vor die Kameras. Sechs Wochen vor Ende schwindet die Hoffnung in Hamburg. Thomas Tuchel will offenbar trotzdem kommen.