Wer spielt wann gegen wen?

Hamburger SV – FC Schalke 04
SC Paderborn – VfB Stuttgart
Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen
1. FC Köln – VfL Wolfsburg
Bayern München – Mainz 05
Borussia Mönchengladbach – FC Augsburg
TSG Hoffenheim – Hertha BSC
Borussia Dortmund – Werder Bremen
Hannover 96 – SC Freiburg (alle Samstag, 15.30 Uhr) 

Welche Spiele dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Die des Abstiegskampfs, wo man rechnen können muss. Spannend wie lange nicht geht es unten zu. Noch steht vor dem 34. Spieltag kein Absteiger fest, das kommt ganz selten vor. Am Samstag sind wir alle Voyeure, wollen jemandem beim Ringen mit dem Scheitern oder beim Scheitern selbst zusehen. Auch Schadenfreude ist im Spiel, dem HSV gönnen fast genauso viele den Abstieg wie der AfD. Auf dem Paderborner Schwarzmarkt, von dessen Existenz wir bislang nichts wussten, wurde diese Woche ein Ticket für 1.800 Euro angeboten. Wie dieses Drama die Beteiligten in den Wahnsinn treiben kann, sieht man am besten im Gesicht von Christian Streich, in dem tausend Flammen brennen. Die Freiburger Vereinsführung soll sich ernste Sorgen um sein Gemüt und seine Gesundheit machen. Sachlicher betrachtet die Frankfurter Rundschau das Wettrennen um den Klassenerhalt. Sie hat berechnet, welche finanziellen Verluste die Vereine fürchten müssen. Hannover würde allein an TV-Geld statt 32 Millionen Euro nur noch etwa ein Drittel erhalten. Andere Vereine büßten im Abstiegsfall zwischen 11 und 16 Millionen ein. Insgesamt kann ein Jahr zweite Liga einen Club 50 Millionen kosten. Gesundschrumpfen einen Klasse tiefer ist nicht.

Über wen reden nach dem Spieltag alle?

Den Hamburger SV. Es könnte der vorerst letzte Spieltag mit ihm werden, nach 52 Jahren. Der Hamburger Uhr würde dann das letzte Stündlein schlagen. Was macht man in so einer Situation als Trainer? Man könnte es machen wie Tomas Oral, dem neuen Trainer beim abstiegsgefährdeten Zweitligisten FSV Frankfurt. Der schickte sein Team in die Waschanlage, "um sie reinzuwaschen". Bruno Labbadia wählte lieber den spirituellen Säuberungsweg. Er fuhr mit seinen Spielern nach Malente. Der kleine Ort in Schleswig-Holstein ist der Berg Sinai des deutschen Fußballs. Schon die Mannschaften von '74 und '90 pilgerten hierher, um später Weltmeister zu werden. Den Fußballprofi erwarten Münzfernsprecher, Hagebuttentee und Mehrbettzimmer, die der jüngeren Spieler haben nicht mal Fenster. Das nennt man den Geist von Malente. Für die Hamburger sind übersinnliche Erscheinungen nichts Neues, hat doch das Abstiegsgespenst eine Dauerkarte im Volkspark. Gewinnt der HSV nicht gegen Schalke, kann es sich einen neuen Lieblingsverein suchen.

Welches Spiel können Sie guten Gewissens verpassen?

Bayern München gegen Mainz. Pep Guardiola hat es schon vor Wochen gesagt: "Die Bundesliga ist vorbei, wir haben schon gewonnen." Glaubt man Fans und Vorstand, zerreißen sich die Bayern dennoch Woche für Woche. Anscheinend aber vor allem in Mallorca, von dort tauchen jetzt Storys und Bilder von den Love-trips von Schweinsteiger und Neuer auf. Als wären sie gewöhnliche Drittligisten. So schlenderten die Bayern auch durch die vergangenen Bundesligaspiele, sagt die verärgerte Konkurrenz aus Hannover oder Paderborn. Auch Wolfsburgs Manager Klaus Allofs warf den Bayern Wettbewerbsverzerrung vor. Kalle Rummenigge entgegnete: "Ich würde dem VfL Wolfsburg dringend empfehlen, in Sachen Wettbewerbsverzerrung keine Aussagen mehr zu machen. Jeder in Deutschland weiß, wie sich Wolfsburg Gustavo, De Bruyne und Schürrle leisten konnte", sagte er über den VW-Club. Weil Rummenigge auch einem VW-Club vorsteht, hatte das für viele einen säuerlichen Beigeschmack, womit wir nicht auf Dieter Schatzschneider angespielt haben wollen.

Was war der User-Beitrag der Woche?

"Allein Kim Jong-Un könnte noch die Wiederwahl von Joseph Blatter verhindern. Er tritt aber nicht an, weil er die Fifa undemokratisch findet."

michaelrenner