Thomas Schaaf und Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt haben sich getrennt. Trainer und Verein hätten einen Auflösungsvertrag unterzeichnet, hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

Grund für die Trennung soll sein, dass der Verein den Nachwuchsleiter von Bayer Leverkusen, Sascha Lewandowski, kontaktiert haben soll. Finanzvorstand Axel Hellmann sei daran interessiert gewesen, Lewandowski als Trainer zu verpflichten. Schaaf habe sich hintergangen gefühlt. Auf einer Krisensitzung am Pfingstmontag habe er verkündet, zurückzutreten, berichtete bereits der Kicker.

Der Verein habe "nie Gespräche mit anderen Trainern geführt", sagte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. Stattdessen sei versucht worden, Schaaf von seinem Entschluss abzubringen. Die Zusammenarbeit nannte Bruchhagen gut. Dies sei in der Öffentlichkeit immer wieder durch den Verein bestätigt worden.

In der Vereinsmitteilung wird Schaaf zitiert, er bedauere, die Entscheidung zu treffen. "Die in der Öffentlichkeit getätigten Aussagen und die Darstellung meiner Person und meiner Arbeit, die sich in unglaublichen und nicht nachvollziehbaren Anschuldigen und Unterstellungen in den Medien äußern, kann und will ich nicht akzeptieren." Deshalb habe er sich von dem Verein getrennt, sagte Schaaf.

Schaaf, der in Frankfurt einen bis Juni 2016 gültigen Vertrag hatte, sei nur noch von Bruchhagen unterstützt worden. Das Verhältnis von Schaaf und seiner Mannschaft ist Medienberichten zufolge belastet. Teile des Aufsichtsrates sollen den Trainer deshalb wiederholt kritisiert haben.

Erst vor einem Jahr war Schaaf nach Frankfurt gewechselt. Als Trainer folgte er dort auf Armin Veh. Mit Tabellenplatz neun und 43 erreichten Punkte hatte die Mannschaft ihre Saisonziele erfüllt.

Neben Schaaf hat auch der Trainer des FC Schalke 04, Roberto Di Matteo, seinen Vertrag aufgelöst. Dafür habe er sich nach mehreren Gesprächen mit Sportvorstand Horst Heldt entschieden. "Obwohl die Diskussionen mit Horst Heldt dabei immer konstruktiv waren, wurde deutlich, dass der Club andere inhaltliche Schwerpunkte setzen möchte", sagte die Di Matteo. Der Verein hatte das selbst gesetzte Ziel, die Teilnahme an der Champions League, verpasst. Die Hypothek der unbefriedigenden Rückrunde sei zu groß, sagte Di Matteo weiter.