• Der FC Bayern gewinnt 3:2, verpasst aber das Finale (Hinspiel 0:3)
  • Dennoch ein würdiger Abgang
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Fazit:

Ach, man hätte ja schon gerne gesehen, was passiert wäre, wenn Arjen Robben und Franck Ribéry dabei gewesen wären. Denn das ist, was bleibt von diesem Champions-League-Halbfinale: Die Trainer können noch so schlau sein, können sich noch so viel einfallen lassen, am Ende gewinnen meist die besseren Fußballer. Im Hinspiel hat der vierfache Weltfußballer Lionel Messi das Spiel allein entschieden, im Rückspiel war er es zusammen mit Luis Suárez und Neymar.

Dennoch können sich die Bayern einigermaßen stolz verabschieden. 15 Minuten durften ihre Fans sogar vom Wunder träumen. 19:5, so die Torschussbilanz für den FC Bayern und auch nach dem 3:2 als nur noch wenige Minuten für drei weitere Tore blieben, wurde es nochmal aufregend, war das Publikum da. Selbst Matthias Sammer tobte wieder.

Es bleibt die Erkenntnis, dass den Bayern ohne die Verletzten die Überraschungsmomente fehlen. Ohne sie bleibt nur Wucht, das reicht auf höchstem Niveau nicht. Und die Abwehr fabriziert immer wieder üble Fehler, da hilft es auch nichts, Dante auf die Bank zu setzen. Im Hinspiel war es Bernat, an diesem Tag Benatia, der einmal Suárez laufen ließ, beim anderen Mal hummelslike aus der Viererkette herausrückte und dann nicht hinterherkam. Hinzu kommt ein Mittelfeld, das zwar den George-Clooney-Gedächtnispreis für würdevolles Altern gewinnt,  aber oft keinen Druck mehr auf den Ball ausüben kann. Und: Manuel Neuer scheint eine Schwäche in der kurzen Ecke zu haben.

Mit dem Ergebnis aber kann Pep Guardiola weiter arbeiten. Wer in einem Champions-League-Halbfinale gegen den späteren Sieger (Wetten, dass...?!) ausscheidet, ist nicht gescheitert. In München dürfen sie enttäuscht sein, blamiert haben sie sich nicht. Ach, und wenn doch nur Robben und Ribery dabei gewesen wären…alle Fußballfreunde wurden um ein ganz großes Duell gebracht.

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Vorbemerkungen:

Auf den FC Bayern ist Verlass. Er polarisiert, auch und vor allem in Zeiten des Misserfolgs. Fein säuberlich sortiert der Verein gerade Deutschlands Fußballkenner, oder alle, die sich dafür halten, also rund 80 Millionen Menschen, in das Team Pep und das Team kein Pep.

Die einen halten ihn für ein Trainergenie, das mit reichlich Pech geschlagen ist in den vergangenen Wochen. Die ganzen Verletzten, und dann kommt auch noch dieser Messi und zeigt, warum er viermal Weltfußballer des Jahres wurde, und nicht Neuer, Lahm oder Schweinsteiger. Dafür hat Pep souverän die Meisterschaft gewonnen, seine Mannschaft großartigen Fußball gespielt, und überhaupt sei Erfolg im Fußball eben nicht planbar. Manchmal kommt es halt anders, obwohl man wenig falsch macht.

Die anderen halten Guardiola für überschätzt. Pep versage in den großen Spielen, dafür sei er doch aber geholt worden. Die Bundesliga könne der FC Bayern auch mit dem Greenkeeper gewinnen. Sagt zum Beispiel José Mourinho, der sich aber nicht allzu weit aus dem Wohnzimmerfenster lehnen sollte, sonst könnte er, wenn er rausfällt, das Champions-League-Halbfinale nicht einmal im Fernsehen sehen. Und dann wechselt Pep immer Thomas Müller aus, dabei stehen dem doch Lederhosen so gut.

Nun kommt es also drauf an. Ist das 0:3 noch aufzuholen? Wenn ja, könnten Guardiola und die Bayern Geschichte schreiben. Wenn nicht, auch. Besonders, wenn sie erneut hoch verlieren. Das wäre das zweite überdeutliche Champions-League-Aus in zwei Jahren. Und Wasser auf die Kein-Pep-Mühlen.

Wir möchten Sie an dieser Stelle natürlich ermuntern, in den Kommentaren Farbe zu bekennen: Pep oder kein Pep. Und wenn Sie schon am herummeinen sind, wären wir auf einen Ergebnistipp gespannt. Wer richtig liegt, dem winken Ruhm, Ehre und eine Erwähnung im Blog. Gleiches gilt für den, der sonsterlei Geistreiches beizutragen hat. Also, machen wir uns einen schönen Abend.

Hier übrigens die Tipps der Sportredaktion:

Oliver Fritsch 1:1 ("Pep muss sich ein Jahr gedulden")
Christian Spiller 3:1 ("raus mit Applaus")
Arndt-Fabian Rohlfing 2:0 ("mindestens ein Tor Boateng")

Aber insgeheim sind wir ja alle große Fans von Guildo Horn.