Usain Bolt ist erneut Weltmeister über 100 Meter. Der Titelverteidiger aus Jamaika gewann das Finale bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking vor seinem US-Rivalen Justin Gatlin. Bolt gewann das Finale mit einer Zeit von 9,79 Sekunden. Gatlin war eine Hundertstelsekunde langsamer. Bronze gewann der Kanadier Andre de Grasse mit 9,92 Sekunden.

Weltmeister Bolt errang nach 2009 und 2013 seinen dritten Titel in der prestigeträchtigsten Disziplin und feierte seine insgesamt neunte WM-Goldmedaille. 55.000 Zuschauer waren ins chinesische Nationalstadion in Peking gekommen.

Während Gatlin die gesamte Saison dominierte, kam Bolt erst spät in Form. Durch Verletzungen hatte der Weltrekordler (9,58 Sekunden) Trainingsrückstand und musste auch seine Teilnahme an einigen Meetings absagen. Mit nunmehr elf Medaillen (neun Gold und zwei Silber) ist der 29-Jährige nach wie vor der erfolgreichste Leichtathlet der WM-Geschichte. 

Neun Weltmeistertitel hat noch kein Leichtathlet gewonnen. Auf seiner Lieblingsstrecke über 200 Meter (Donnerstag) und mit Jamaikas Sprintstaffel am Schlusstag (30. August) kann er diese Bilanz sogar noch verbessern.

Gatlin war vor dem Wettkampf in Top-Form und wurde von vielen sogar als Favorit gehandelt. Mit 9,74 Sekunden stand der gebürtiger New Yorker seit Mai an der Spitze der Jahresweltbestenliste.

Silber für Kugelstoßer David Storl

Kugelstoßer David Storl hat sein drittes WM-Gold nacheinander verpasst. Der 25-jährige Leipziger gewann bei den Leichtathletik-Titelkämpfen mit 21,74 Metern jedoch Silber. Weltmeister wurde erstmals sein amerikanischer Rivale Joe Kovacs mit 21,93 Metern. In einem packenden Finale belegte der Jamaikaner O'Dayne Richards mit 21,69 Metern Rang drei. Am Samstag hatte Christina Schwanitz bei den Frauen die Goldmedaille im Kugelstoßen gewonnen.