Mit einem neuen Zehnkampf-Weltrekord hat Ashton Eaton bei der Leichtathletik-WM in Peking seinen Titel verteidigt. Der 27 Jahre alte Amerikaner gewann die Goldmedaille am Samstag in einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg mit 9045 Punkte. Der Olympiasieger übertraf dabei seine eigene Höchstmarke von 2012 um sechs Zähler.

Der Hallenser Rico Freimuth sicherte sich mit einem starken Schlussspurt im 1500-Meter-Lauf 8561 Punkte und damit die Bronzemedaille. Für Freimuth, dessen Vater Uwe 1983 WM-Vierter war, ist dieser dritte Platz der größte Erfolg seiner Karriere. Silber erreichte der Kanadier Damian Warner mit 8695 Punkten.

Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) wurde mit 8448 Punkten Sechster. Michael Schrader vom SC Hessen Dreieich musste sich zwei Jahre nach seinem zweiten Platz in Moskau diesmal mit dem siebten Rang (8418 Punkte) begnügen. Die besten fünf Zehnkämpfer der WM erzielten persönliche Bestleistungen.

Eaton hatte den Wettkampf mit einem Paukenschlag begonnen: 10,23 Sekunden über 100 Meter, noch nie war ein Zehnkämpfer bei einer WM so schnell. Auch über 400 Meter überzeugte er mit dem WM-Rekord von 45,00 Sekunden.

"Ich hab' zu mir gesagt: Okay, genieß diesen Wettkampf, geh da raus und hab Spaß", sagte Eaton. "Das Ergebnis ist großartig, aber ich habe das nicht allein geschafft." Ähnlich glücklich war Bronzemedaillen-Gewinner Rico Freimuth: "Ich bin einfach nur megahappy. Das war schon immer mein Lebenstraum, eine Medaille."