Wer spielt wann gegen wen?

Borussia Mönchengladbach – Hamburger SV (Freitag, 20.30 Uhr)
Hertha BSC – VfB Stuttgart
FC Bayern München – FC Augsburg
Bayer Leverkusen – SV Darmstadt 98
FC Ingolstadt – VfL Wolfsburg
Hannover 96 – Borussia Dortmund (alle Samstag, 15.30)
Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln (Samstag, 18.30)
TSG Hoffenheim – Werder Bremen (Sonntag, 15.30)
FC Schalke 04 – FSV Mainz 05 (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Bayern gegen Augsburg. Die Augsburger werden alles tun, um Max Kruse eine letzte Ehre zu erweisen, der diese Woche verstarb. Keine Angst, liebe Fußballfans, das ist nicht der Stürmer aus Wolfsburg, sondern der Erfinder dieser herausragenden Augsburger Mannschaft:


Die Bayern machen auch gutes Theater. Da ist Kingsley Coman. "Ich bin der Spieler, der den Unterschied macht – in jeder Sekunde", sagte der 19-jährige Neue aus Turin bei seiner Vorstellung. Das klingt nicht nach der Ansage eines Mauerblümchens. Matthias Sammer sagte über Coman, der für den verletzten Arjen Robben einspringen könnte: "Wenn der Trainer ihn aufstellt, wird er explodieren." Das wollen wir natürlich nicht verpassen. Und dann gibts noch Manuel Neuer. Der kassierte in der Nationalelf zwei Tore von Schottland. Beim ersten hielt er den Ball nicht fest, sondern baggerte ihn gegen Hummels. Das passiert halt auch mal dem besten Keeper, war die Reaktion der Fachwelt. Doch die Propag... äh Medienabteilung des DFB klärte uns auf. "Der Ball war dem Welttorhüter nicht durch die Finger geflutscht", hieß es auf der DFB-Website, "das Tor war eine Verkettung unglücklicher Umstände, und Neuer nur ein Glied. Die Sichtung war eine Täuschung, eine Fußball-Fata-Morgana, in Glasgow war kein Alien gelandet. Der Lärm, den die schottischen Fans entfachten, hatte neben den Ohren auch die Augen tangiert." Wir entschuldigen uns und lernen: Ein Manuel Neuer macht keine Fehler.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Ingolstadt gegen Wolfsburg. So beeindruckend die Leistung der Spieler, Manager und Trainer des Aufsteigers aus Oberbayern sein mag. So schön es ist, dass Wolfsburg auch mal die Bayern schlägt. Dieses Schwesternduell muss uns nicht gefallen. Beide Clubs gehören zu Volkswagen. Am FC Ingolstadt hält die VW-Tochter Audi ein Fünftel der Aktien. Der VfL gehört gleich ganz den Autobauern. Als Wolfsburg vor zwei Jahren dank zweier Torwartfehler die Ingolstädter aus dem Pokal warf, titelte die Bild: "Audi-Torwart hilft bei VW-Sieg." Fände das Duell an einem der letzten Spieltage statt, also dann, wenn Entscheidungen anstehen, schrien viele: Manipulation! Deswegen will die DFL dieses Spiel so schnell wie möglich hinter sich bringen.

Wer steht im Blickpunkt?

Adidas. Manche halten das Unternehmen für einen Hersteller von Trainingsanzügen und Fußballschuhen. In erster Linie sind die Herzogenauracher aber mächtige Akteure der globalen Sportpolitik. Und reich. Eine Milliarde Euro soll Adidas Medienrecherchen zufolge dem DFB anbieten, damit die drei Streifen nach Ablauf des Vertrags 2018 auch die folgenden zehn Jahre auf dem Trikot des aktuellen Weltmeisters zu sehen sein werden. "Adidas und der DFB gehören einfach zusammen", sagt Adidas-Chef Herbert Hainer. Dass der fast 37-jährige Claudio Pizarro noch einen Bundesliga-Verein gefunden hat, dürfte Adidas auch nicht ganz unrecht sein. Mit dem Peruaner konnte man schon in der Vergangenheit sehr kreativ Verträge gestalten. Jetzt schreiben Werder-Fans Pizarro dafür Liebesbriefe, dass er zum dritten Mal nach 1999 und 2008 nach Bremen kommt. Sex mit dem Ex sozusagen.

Und sonst so?