Toronto wird doch nicht als weiterer Gegner für Hamburg ins Rennen um die Olympischen Spiele 2024 einsteigen. Wie mehrere kanadische Medien berichteten, will Torontos Bürgermeister John Tory den Verzicht am heutigen Dienstag offiziell verkünden. Dann endet auch die Bewerbungsfrist beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Bislang haben Hamburg, Paris und Rom ihre Unterlagen beim IOC eingereicht. Es wird erwartet, dass Los Angeles und Budapest noch nachziehen.

Kanadas größte Stadt war zuletzt immer wieder als möglicher Olympia-Kandidat im Gespräch, nachdem die Panamerikanischen Spiele in Toronto vor zwei Monaten ein großer Erfolg gewesen waren. Letztlich fehlte es jedoch an der Unterstützung der Bevölkerung in der Provinz Ontario sowie an Großsponsoren. Toronto hatte sich 1996 und 2008 vergeblich um die Austragung der Sommerspiele bemüht.

Hamburg hatte seine Bewerbung am vergangenen Mittwoch mit einer feierlichen Zeremonie auf den Weg gebracht. Bevor die Stadt tatsächlich ins Rennen geht, muss am 29. November das Bürgervotum in der Hansestadt positiv ausfallen. Der erste Teil der verbindlichen Unterlagen zu Sportstätten und Infrastruktur in den Kandidatenstädten soll Anfang Februar 2016 beim IOC vorliegen. Im Sommer 2017 wählt das IOC den Austragungsort.