Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim hat seinen Trainer Markus Gisdol freigestellt. Nachfolger wird Huub Stevens, teilte Sportchef Alexander Rosen mit. Die Entscheidung sei nicht leicht gewesen, Stevens sei jedoch die optimale Besetzung. Er erhält einen Vertrag bis zum Saisonende.

Hoffenheim steht mit nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die TSG hatte es am Freitagabend mit dem 0:1 gegen den Hamburger SV wieder verpasst, zu Hause zu gewinnen.

Gisdols Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2018. Der 46-Jährige, bei Schalke 04 einst Assistenztrainer von Stevens, hatte sein Amt im April 2013 zusammen mit Sportchef Alexander Rosen angetreten und den Club vor dem Abstieg bewahrt. Für den 61-jährigen Stevens ist Hoffenheim bereits die achte Station in der Bundesliga. Er trainierte bereits zweimal Schalke 04, Hertha BSC, 1. FC Köln, Hamburger SV und zuletzt zweimal VfB Stuttgart.

Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hat Gisdol erwartungsgemäß das Vertrauen entzogen. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich der Milliardär und Gesellschafter mit den Spielern Kevin Volland, Pirmin Schwegler und Eugen Polanski zum Krisengespräch getroffen. Gisdol und Sportchef Alexander Rosen waren dabei außen vor geblieben.

Mit Rosen gab es am Samstag ein Gespräch, allerdings ohne offizielles Ergebnis. Der Direktor Profifußball hatte bereits am Freitagabend mitgeteilt, dass er seine Zukunft nicht an die des Chefcoaches gebunden sieht. Rosen soll im Amt bleiben.

Am Sonntag hatte der Verein Geschäftsführer Peter Rettig freigestellt, nachdem dieser eine geplante Umstrukturierung in der Vereinsführung nicht hatte mittragen wollen. Rettigs Nachfolger wird Peter Görlich, der neben der Kommunikation das neu definierte Feld Sport & Innovation verantworten wird.


Huub Stevens zeigt Respekt vor der Arbeit seines Vorgängers Markus Gisdol, wie im  Video von der Pressekonferenz zu sehen: