Wer spielte wie gegen wen?

TSG Hoffenheim – Hamburger SV 0:1
FC Bayern – 1. FC Köln 4:0
Bayer Leverkusen – VfB Stuttgart 4:3
Hannover 96 – Eintracht Frankfurt 1:2
FSV Mainz 05 – Werder Bremen 1:3
Darmstadt 98 – VfL Wolfsburg 0:1
FC Ingolstadt – Hertha BSC 0:1
Borussia Dortmund – FC Augsburg 5:1
Borussia Mönchengladbach – FC Schalke 04 3:1

Alle Spieldaten und die aktuelle Tabelle finden Sie hier.

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Stuttgart. Nach dieser Woche ist klar, warum hinter Bayer Leverkusen ein Pharmakonzern steht. Es muss an den Beruhigungspillen liegen, die direkt an die eigenen Zuschauer weitergegeben werden können, die ganze Aufregung, das Herz, der Kreislauf. 4:4 unter der Woche in der Champions League gegen Rom, zwei Tore kurz vor Schluss. Am Samstag 4:3 gegen den VfB, das Siegtor in der 89. – Bayer hat die Woche also knapp mit 8:7 gewonnen. Eine Mannschaft, die Jahrzehnte lang so bunt und avantgardistisch daherkam wie die Haarpracht Rudi Völlers, wird unterhaltsam. Seit Roger Schmidt mit seinem Karachofußball übernommen hat, ist bei Bayer immer etwas los. "Mir ist es nicht egal, wie wir gewinnen, und tausendmal lieber, so 4:3 zu gewinnen, als sich hinten reinzustellen, irgendwann einen Konter zu machen und 1:0 zu gewinnen", sagte er. (Sein Gegenüber Alexander Zorniger, Trainer des VfB Stuttgart, würde diesen Satz sicherlich auch unterschreiben. Blöderweise ist er immer der, der 3:4 verliert.) Und so drängen in diesen Tagen immer mehr Adrenalinjunkies nach Leverkusen. Bungee-Jumping oder Wingsuiting waren gestern, Bayer-Watching ist der neue Kick.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Den 1.000. Sieg der Bayern, ein 4:0 gegen Köln. So vorhersehbar wie fallende Blätter im Herbst und Tore von Müller und Lewandowski. Immerhin: Arjen Robben ist wieder dabei und es ist schön zu sehen, dass er sich auch über ein Tor gegen Köln freuen kann wie ein kleines Kind. Der Jubiläumssieg hat noch einen anderen Vorteil: Im Hause Bild hat man, neben all der seltsamen Sommermärchen-Apologien, mal eine gute Idee gehabt. Jemand hat ausgerechnet, bis zu welchem Jahr Bundesligavereine spielen müssen, um ihrerseits den 1.000. Sieg zu schaffen. Beim SV Werder ist es schon 2033 soweit, Darmstadt muss dagegen bis ins Jahr 5412 spielen.

Wer stand im Blickpunkt?

Drei Jahre stand Mitchell Weiser beim FC Bayern unter Vertrag und es wäre gar nicht mal sehr gemein, wenn man behaupten würde, dass am meisten über ihn geredet wurde, als er mit David Alaba im Tanga und mit Hühnerbrust für ein Instagram-Bild posierte. Am Samstag postete Mitchell Weiser wieder ein Instagram-Bild, dieses Mal den Torjubel nach seinem ersten Treffer für Hertha BSC. 1:0 gewannen die Berliner in Ingolstadt, sind nun Fünfter. Selbst Michael Preetz schaut nicht mehr so traurig wie sonst. Großen Anteil daran hat eben Mitchell Weiser, der neue Rechtsverteidiger. Drei Tore hat er schon vorbereitet mit seiner feinen Technik und ordentlich Vorwärtsdrang. Qualitäten, die auch Joachim Löw zu schätzen wissen wird.