Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino bewirbt sich um das Amt des Fifa-Präsidenten. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union habe einstimmig beschlossen, Infantino bei der Wahl im Februar zu unterstützen, teilte die Uefa mit. Die Bewerbung des derzeit gesperrten Uefa-Präsidenten Michel Platini erwähnte der Kontinentalverband nicht.

Der 45 Jahre alte Italo-Schweizer Infantino gilt als Plan B, sollte Platini aufgrund des derzeitigen Verfahrens durch die Fifa-Ethikkommission nicht zur Kür des Nachfolgers von Joseph Blatter zugelassen werden.

Damit steigt das Feld der potenziellen Kandidaten auf acht. Noch bis 24 Uhr in der Nacht zu Dienstag können mögliche Anwärter die notwendigen Unterstützerstimmen von fünf Fifa-Mitgliedsverbänden sammeln und ihre offizielle Kandidatur einreichen.

Auch der von Menschenrechtlern scharf kritisierte asiatische Verbandschef Scheich Salman bin Ibrahim al-Chalifa hatte seine Bewerbung kurz vor Infantino angekündigt. Der offizielle Schritt stand aber zunächst noch aus.

Zudem bewerben sich der liberische Verbandspräsident Musa Bility, der zuletzt Blatter unterlegene Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien, der frühere Fußballprofi David Nakhid aus Trinidad und Tobago, der Ex-FIFA-Generalsekretär Jérôme Champagne und der Südafrikaner Tokyo Sexwale.

Der Fußball-Weltverband wählt am 26. Februar einen neuen Präsidenten. Zunächst stand im Raum, die Wahl wegen der Suspendierungen von Blatter und Platini zu verschieben. Die Fifa entschied sich jedoch dafür, den Termin beizubehalten.