Wer spielt wann gegen wen?

Hamburger SV – Borussia Dortmund (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr)
VfL Wolfsburg – Werder Bremen
VfB Stuttgart – FC Augsburg
Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen
1. FC Köln – FSV Mainz 05
FC Schalke 04 – Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr)
Hertha BSC – TSG Hoffenheim (Sonntag, 15.30 Uhr)
FC Ingolstadt – SV Darmstadt 98 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Ein Teil dieser Antwort würde die Bevölkerung verunsichern. Wenn nicht so traurig wäre, was der Innenminister Thomas de Maizière am Dienstagabend kommunikativ fabrizierte, man könnte fast drüber lachen. Das Internet tat das übrigens ausgiebig und vielleicht ist das ja die einzige Lösung: laut lachen, schallend lachen, auch und gerade im Angesicht des Terrors. Vorbildlich dabei wie oft: Der Postillon und Helge Schneider. Denn Islamisten lachen nicht. Dafür haben sie den Fußball für sich entdeckt. Der erste Bundesligaspieltag nach Paris und Hannover steht daher unter besonderer Beobachtung, besonders das erste Spiel am Freitagabend, Hamburg gegen Dortmund, wo der HSV schon seit Jahren die eigene Stadt terrorisiert. Islamisten, da kommt ihr zu spät.

Es wird verstärkte Einlasskontrollen geben, längere Warteschlangen, auch den VIP wird ins Gucci-Täschchen gespäht. Es wird auch über personalisierte Tickets diskutiert, sogar über Körperscanner. Dass gespielt wird, daran bestand jedoch kaum ein Zweifel. Nun könnte man heroische Wortmeldungen wie die von Uwe Seeler ("Wir dürfen uns vom Terror nicht in die Knie zwingen lassen") als Symbolik verspotten. Viele Kommentatoren haben vor dem Holland-Spiel ähnlich wie er geredet. Vielleicht wurde zu oft die Freiheit beschworen, was die Absage zu einer umso größeren Niederlage macht. Aber es von vorneherein abzusagen, wäre von den gleichen Kommentatoren als Einknicken gewertet worden. Gerade kritische Sportjournalisten fordern stets, die Fußballer sollten sich ihrer gesellschaftlichen Bedeutung bewusst sein. Sind sie es einmal und artikulieren sie das, wird es als aufgeblasen abgekanzelt. Da machen wir nicht mit.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Aber wir sind schon wieder viel zu ernst geworden, wollten doch lachen. Deshalb müssen wir die Entscheidung des 1. FC Köln kritisieren, am Wochenende wegen der Attentate auf das eigens designte Karnevalstrikot zu verzichten. Und das auch noch, Alaaf, Helau, gegen Mainz! Einige Fans kalauern dagegen: Der erste Anschlag sei der Liga so schon einmal erspart geblieben. Wer Karneval sehen will, sollte lieber "Komma Gschwomma" krakeelen und nach Stuttgart schauen. Dort verkleidet sich seit Saisonbeginn eine schwäbische Frohnatur als Konzepttrainer. Einige seiner Spieler machen mit beim Verkleidungsspaß. Sie gehen als Viererkette.

Wer steht im Blickpunkt?

Aus gegebenem Anlass diese Herren hier: