Wer spielt wann gegen wen?

Hannover 96 – Hertha BSC (Freitag, 20.30 Uhr)
Bayern München – VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)
Bayer Leverkusen – 1. FC Köln
Borussia Mönchengladbach – FC Ingolstadt 04
1. FSV Mainz 05 – VfL Wolfsburg
1899 Hoffenheim – Eintracht Frankfurt
Darmstadt 98 – Hamburger SV (Samstag, 18.30 Uhr)
Borussia Dortmund – FC Schalke 04 (Sonntag, 15.30 Uhr)
FC Augsburg – SV Werder Bremen (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Das erste Topspiel für den SV Darmstadt 98. Samstagabend, 18:30, gegen den HSV. Noch vor Wochen wäre es das Duell des beliebten Neulings gegen den Sonderling, den die Bundesliga in den vergangenen Jahren nicht rausmobben konnte, gewesen. Aber, was der HSV unter Labbadia spielt, sieht wieder wie Fußball aus, dazu ist die Glücksträhne mit devoten HSV-Schiris endlich zu Ende. Über Darmstadt motzt dagegen die halbe Liga. Harte Knochen mit ganz viel Geduld bei Einwürfen und Abstößen seien das, sagen die Gegner, die sich bereits dem Abnutzungskampf stellen mussten. Im Mittelpunkt: Das Treffen der Goalgetter. Sandro Wagner gegen Pierre-Michel Lasogga. Was klingt wie ein Rap-Battle zwischen Campino und Klaus Meine, ist das Duell der besten Torjäger beider Teams. Und dann wäre da noch Uwe Seeler. Der macht sich schon lange keine Sorgen mehr, sondern eine Bockwurst. Und Kaffee. Und Kuchen. Alles Gute nachträglich zum 79. Geburtstag!


Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Das Revier-Derby. Tuchelfußball, Aubameyang, Kagawa und Mkhitaryan, 16 Tore in drei Heimspielen und auch ein wenig Schalke. Es gibt 1.000 gute Gründe, sich auf dieses Spiel zu freuen. Aber so einfach ist es nicht. Es geht um Nazis, leider. Beim Heimspiel gegen den FC Augsburg vor zwei Wochen hielten Besucher der Südtribüne Banner in die Luft, die den Fanbeauftragten Daniel Lörcher bedrohten. "Lörcher, deine Zeit ist um", stand auf einem der Transparente. Seit Jahren hat der BVB ein Naziproblem auf den Rängen, geht seit einiger Zeit aber entschlossen dagegen vor. Allen voran Lörcher engagiert sich im Kampf gegen Rassismus und redet drüber. Nun aber hat sich auf Deutschlands größter und für viele großartigster Tribüne eine neue Gruppierung gebildet, die mit den Transparenten. "Das sind Psychos, die sind krank. Mit denen kannst du nicht reden", zitieren die 11 Freunde einen BVB-Fan. Der BVB hat Konsequenzen für die Bannerhalter angekündigt, der überwältigende Teil der Dortmunder Fans solidarisiert sich mit dem Fanbeauftragten, schon ein paar Tage später gegen Paderborn gab es entsprechende Banner. Im vergangenen Jahr hatte Lörcher von einem Klimawandel in Dortmunds Tribüne gesprochen. Leugnen können diesen nur noch die Rechten. Endlich mal ein Klimawandel, der uns gefällt.

Wer steht im Blickpunkt?

Der Zorniger Alex und sein Konzept. Das war bisher das "Schwiegertochter gesucht" der Bundesliga. Die Idee ist ganz okay, aber die Ergebnisse nicht allzu anschaulich. Selbst wenn es mal läuft, geht es meist trotzdem schief. So wie 3:1 führen und 3:4 verlieren. Zuletzt gab es aber einen Sieg, gegen Darmstadt. Der Unglückskeeper Przemyslaw Tyton hielt stark. Es geht also doch, weshalb die Schwaben nicht komplett gekränkt nach München fahren. Freiwillig will da niemand mehr hin. Denn auch verlässliche Abwehrreihen wie die von Dortmund, Köln und vom FC Arsenal wurden hier vorgeführt. Der VfB hat die schlechtesten Abwehrwerte der Liga. Zudem dürften die Bayern motiviert sein. Es ist das erste Bundesliga-Heimspiel nach dem Geburtstag des legendären Bombers Gerd Müller, der vergangene Woche siebzig wurde. Gut möglich, dass ihm Müller, Lewandowski und alle anderen ein 7:0 auf die Torte schießen werden.