Wer spielte wie gegen wen?

FSV Mainz 05 – VfB Stuttgart 0:0
Bayern München – FC Ingolstadt 2:0
SV Darmstadt 98 – Hertha BSC 0:4
TSG Hoffenheim – Hannover 96 1:0
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
Werder Bremen – 1. FC Köln 1:1
Bayer Leverkusen – Borussia Mönchengladbach 5:0
FC Augsburg – FC Schalke 04 2:1
Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 4:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

München gegen Ingolstadt. Den Aufsteiger und Bundesliga-Neuling hatte im Sommer keiner mit Jubelchören begrüßt, manche Fans steckten sich sogar den Finger in den Hals. Sie dachten: ein Autoclub, der mit fremdem Geld den Erfolg kauft. Der kleine Bruder der Audi-Bayern und der VW-Wolfsburger, der zur Not auch mal die Punkte von denen geschenkt bekommt. Keine Fans, keine Stimmung. Dann ist Ingolstadt auch noch die Heimat Horst Seehofers. Nur die Vereine aus der Zweiten Liga waren froh, dass die endlich weg sind, weil die Leute auf der FC-Bank immer einen auf aggro machten. Aber was wollt ihr Ingolstädter in der Bundesliga?

Ach so, ihr seid gekommen, um die Bayern unter Druck zu setzen, ihnen Bälle abzujagen, Manuel Neuer Arbeit zu machen. Die Bayern waren länger als eine Halbzeit das schwächere Team, wären mehrfach beinahe in Rückstand geraten. Pep Guardiola musste gar Zettelwirtschaft betreiben. "Die haben ja ähnlich gespielt wie wir, wenn wir nicht den Ball haben", sagte Philipp Lahm. Ingolstädter, ihr seid also in der Bundesliga, um die Bayern zu schlagen. Dann seid empfangen, willkommen, umschlungen!

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Mainz gegen Stuttgart. Unter Alexander Zorniger wäre das alles ganz anders verlaufen. Fußballspieler wären über den Platz gefegt, wie wilde Rosse in fremde Strafräume gerannt. Torschüsse im Minutentakt. Herzrasen unter den Zuschauern. Am Ende 5:3 für Mainz, vielleicht auch 6:5. Unter dem Übergangstrainer Jürgen Kramny hat sich viel verändert. Plötzlich verteidigen die Stuttgarter, die Abwehrspieler laufen zurück, manchmal sogar, das muss man sich vorstellen, bis in den eigenen Strafraum. 0:0, laaangweilig! Da Kramny aber punktet, ist die Frage noch offen, ob er sich auch im neuen Jahr versuchen darf. Oder kommt Tayfun Korkut, Lucien Favre oder gar Felix Magath?

Wer stand im Blickpunkt?

Stefan Kießling. Noch nicht lange her, da war er wöchentlich als Nationalstürmer im Gespräch. Seit dieser Saison zählt Roger Schmidt nicht mehr auf ihn. Öffentlich gemurrt hat Kießling nie. Gegen Gladbach durfte er ran, machte zwei Tore, legte zwei weitere vor, eins mit der Hacke. Sein Kopfball zum 3:0 war ein "Schuss" der Marke Horst Hrubesch oder Uwe Seeler. Diese beiden Größen hat Kießling nun in der ewigen Torjägerliste überholt. 138-mal hat er in der Bundesliga getroffen, nur 15 Spieler taten das öfter. Weil Bayer aber Chicharito hat, der drei Tore in 13 Minuten schoss, wird Kießling bald wohl den Verein verlassen. Die Fans spürten das und riefen Kießling aus der Kabine zurück auf den Rasen. Nette Pointe: Er hat nicht nur die Gladbacher weggeledert, sondern auch Schmidt aus der Schusslinie genommen.

Und er natürlich, auch im Blickpunkt: