Wer spielt wann gegen wen?

FSV Mainz 05 – VfB Stuttgart (Freitag, 20.30 Uhr)
Bayern München – FC Ingolstadt
VfL Wolfsburg – Hamburger SV
TSG Hoffenheim – Hannover 96
Werder Bremen – 1. FC Köln
SV Darmstadt 98 – Hertha BSC (alle Samstag, 15.30)
Bayer Leverkusen – Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30)
FC Augsburg – FC Schalke 04 (Sonntag, 15.30)
Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt (Sonntag 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Gladbach, das Duell der Verlierer der Woche. In Leverkusen drückt das Ausscheiden in der Champions League besonders auf die Stimmung, in der Liga liegt Bayer nur auf Rang 8, obwohl der Verein vor der Saison ordentlich eingekauft hat. Roger Schmidt steht erstmals in Frage, auch wenn Rudi Völler zu ihm steht. Nach dem Unentschieden gegen Barcelona wählte Schmidt pathetische Worte. "Diese Narben bleiben das ganze Leben." Nach einer ihm unpassenden Frage des TV-Reporters hätte er fast ein Interview abgebrochen. Der Gegner Gladbach ist sogar ganz raus aus dem Europapokal, aber die Laune ist deutlich besser. Unter André Schubert zeigt die Kurve steil nach oben. Die Borussen schlugen die Bayern, sind wieder auf Champions-League-Kurs. Sie setzen ihren Gegnern mit Pressing zu, verteidigen aber solider, ihr Fußball ist nicht so wüst wie der von Bayern. Gladbach ist zurzeit das bessere Leverkusen.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hoffenheim gegen Hannover. Huub Stevens soll Hoffenheim retten. Doch bislang werkelt und grummelt er noch vor sich hin. Fünf Spiele, noch kein Sieg, allerdings auch erst eine Niederlage. Nun könnte es klappen mit dem ersten Dreier. 96 steht auch hinten drin, die Mannschaft wirkt sogar noch schwächer als es der Tabellenplatz nahelegt. Und die Fans haben auch keinen Anstand. Vorige Woche randalierten sie auf der Heimfahrt von Gelsenkirchen in einer Regionalbahn. Sie beschmierten die Wände mit Fäkalien und Erbrochenem, sollen damit sogar Parolen geschrieben haben. Martin Kind stank das gewaltig. Der Sportdirektor Martin Bader sagte: "Das Maß ist voll." Abstiegskampf kann zum Kotzen, kann Scheiße sein.

Wer steht im Blickpunkt?

Armin Veh. 2007 wurde er mit Stuttgart Meister, seitdem sehnt er sich nach der Sonnenseite der Tabelle. Den VfL Wolfsburg wollte er später zurück an die Spitze führen, mit dem HSV Meister werden. Frankfurt verließ er vor anderthalb Jahren, weil er Stuttgart als die schönere Braut ausgemacht haben wollte. Vor dieser Saison kehrte er zurück und sprach über die beste Eintracht, die er je trainiert habe. Doch Veh kommt nicht mehr nach oben. Zuletzt verlor er sogar die zwei Derbys gegen Mainz und Darmstadt. "Ich habe zurzeit keine Freude und ich kann auch keine Freude vermitteln", sagte er. Spaß macht Fußball halt vor allem dann, wenn man gewinnt. Diese Woche nahm er seine Spieler in die Verantwortung. "Man kann nicht verlangen, dass immer der Papi alles rettet", sagte er. Offenbar findet er es unangemessen, dass man in kritischen Situationen auf den Trainer schaut. "Es ist ganz wichtig, dass die Spieler selbst zu der Erkenntnis kommen, dass sie eine Saison spielen, die nicht den eigenen Ansprüchen genügt." Die Brandrede ist Stufe 1 der Veh'schen Krisenstrategie. In Stuttgart, Frankfurt, auch Hamburg und ganz früher Rostock ließ er sie sogar aus, ging gleich zu Stufe 2 über. Die lautet: Macht ihr das mal besser ohne mich! Herr Veh sucht nach wie vor das Glück.