Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 4:1 (1:1)

Borussia Dortmund hat seine Position als zweite Kraft in der Bundesliga gefestigt und bleibt als einziges Team in der Nähe des Spitzenreiters FC Bayern. Der BVB besiegte Eintracht Frankfurt mit 4:1 (1:1), verpasste aber trotz fast 50-minütiger Überzahl einen noch höheren Sieg. Vor dem letzten Hinrunden-Spieltag liegen die Dortmunder fünf Punkte hinter den Bayern. Die Frankfurter von Trainer Armin Veh rücken nach nur einem Sieg aus den letzten zwölf Bundesliga-Spielen immer näher an die Abstiegsplätze heran.

Henrich Mchitarjan (24. Minute), Pierre-Emerick Aubameyang (57.), Mats Hummels (61.) und Adrián Ramos (86.) trafen für den BVB. Aubameyang vergab einen Strafstoß (45.), nachdem zuvor Frankfurts Slobodan Medojević wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte bekam. Die frühe Führung durch Alexander Meier (7.) genügte den Frankfurtern nicht, um die 600. Niederlage in der Bundesliga zu verhindern.

FC Augsburg – FC Schalke 04 2:1 (1:0)

Nach dem Erfolg in der Europa-League hat der FC Augsburg seinen Aufwärtstrend auch in der Bundesliga fortgesetzt und beim FC Schalke 04 für Ernüchterung gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl feierte beim 2:1-(1:0)-Last-Minute-Sieg am Sonntag ihren 50. Erfolg in der Bundesliga und erreichte erstmals seit dem sechsten Spieltag wieder einen Nicht-Abstiegsplatz. Caiuby (90.+1) beendete in der Nachspielzeit die erfolglose Serie gegen die Schalker nach zuvor neun Pflichtspielen ohne Sieg. Jeong-Ho Hong (34. Minute) hatte die Heimmannschaft verdient in Führung gebracht. Sead Kolašinac (71.) markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich, bis Caiuby dann der Siegtreffer gelang.

Bayer 04 Leverkusen – Borussia Mönchengladbach 5:0 (1:0)

Bayer Leverkusen hat die Erfolgsserie von Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga beendet. Drei Tage nach dem Champions-League-Aus der Leverkusener setzte sich die Mannschaft mit 5:0 (1:0) durch und brachte den Gladbachern die erste Niederlage nach zehn Spielen unter ihrem Trainer André Schubert bei.

Stefan Kießling mit einem Doppel-Pack in der 30. und 66. Minute sowie Javier Hernández (63., 75., 76.) mit drei Treffern waren die überragenden Leverkusener. Durch den Erfolg verhinderten die Leverkusener das weitere Abrutschen in der Tabelle, kamen auf zwei Punkte an die Gladbacher heran und stärkten die Position ihres Cheftrainer Roger Schmidt. Die Borussia verlor dagegen das erste Spiel unter der Regie von Schubert nach zuvor zehn ungeschlagenen Partien, ist aber zumindest bis zum Sonntag noch Tabellenfünfter.

FC Bayern München – FC Ingolstadt 2:0 (0:0)

Der FC Bayern ist zum 21. Mal Herbstmeister. Tormaschine Robert Lewandowski (65. Minute) mit seinem 15. Saisontreffer und Philipp Lahm (75.) mit seinem Premierentor in dieser Spielzeit sorgten für ein hart erarbeitetes 2:0 (0:0) gegen den mutigen Aufsteiger FC Ingolstadt. Der unterhaltsame und lange spannende Nachmittag ging vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena trotz aller Warnungen von Pep Guardiola einigermaßen überraschend los. Die glänzend eingestellten Gäste mauerten nicht wie andere Gegner, sondern störten konsequent und zum Teil mit fünf Akteuren in vorderster Linie das Aufbauspiel der Bayern. Unerwartet viel spielte sich in der Hälfte der Münchner ab.

Die Bayern suchten lange vergebens nach einem Mittel. Erst in der Schlussphase des teilweise hart geführten ersten Bundesliga-Duells der beiden Teams erhöhten die Münchner die Schlagzahl. Der Lohn kam postwendend. Langer Pass von Jérôme Boateng auf Lewandowski, der den bis dahin starken Özcan schlecht aussehen ließ und aus spitzem Winkel zum 23. Mal in dieser Bayern-Saison traf. FCI-Coach Ralph Hasenhüttl schlug deprimiert die Hände über dem Kopf zusammen. Sein Team gab nicht auf, aber nach Zuspiel von Thomas Müller konnte es das 0:2 durch Lahm auch nicht mehr verhindern.

VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1 (0:1)

Der bisher so heimstarke VfL Wolfsburg hat im eigenen Stadion erneut gepatzt. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist kam gegen den kampfstarken Hamburger SV nur zu einem 1:1 (0:1) und verliert langsam den Anschluss an die Champions-League-Plätze.

Der HSV holte vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Wolfsburger Arena dank des Treffers von Nicolai Müller (21.) einen verdienten Punkt und setzte sich vorerst in der oberen Hälfte der Tabelle fest. Für die Wolfsburger traf Maximilian Arnold (78.) zum Ausgleich.

Auffälligster HSV-Spieler war vor allem vor dem Wechsel Pierre-Michel Lasogga, der nach seiner Schulterblessur wieder in der Startformation stand. Der in der Jugend in Wolfsburg spielende Angreifer rackerte und ackerte, solange es ging. Lasogga war es auch, der die Führung vorbereitete. Er setzte sich gegen den stümpernden Dante durch und schoss beherzt aufs Tor, und den Nachschuss setzte Müller vorbei am nicht sicher wirkenden VfL-Keeper Diego Benaglio ins Tor.

SV Werder Bremen – 1. FC Köln 1:1 (1:0)

Bremen bleibt die schwächste Heim-Mannschaft der Bundesliga. Beim 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln reichte Jannick Vestergaards frühes 1:0 aus der 4. Minute nicht zum zweiten Heimsieg der Saison. Dusan Svento erzielte vor 40.727 Zuschauern im Weser-Stadion mit seinem ersten Bundesliga-Tor den unverdienten Ausgleich für die Gäste (79. Minute).

Mit der Hereinnahme von Florian Grillitsch anstelle des verletzten Zlatko Junuzović bewies Werders Trainer Skripnik ein glückliches Händchen. Der 20 Jahre alte Österreicher übernahm nicht nur die Position, sondern auch die Standards von seinem Landsmann und spielte die erste Ecke der Partie kurz zu Kapitän Clemens Fritz. Der Ex-Nationalspieler flankte zu Vestergaard und sah, wie der Abwehr-Hüne mit der Schulter zum frühen 1:0 traf.

Während Bremen sich fast nur noch aufs Verteidigen beschränkte, belagerten die Kölner den Strafraum, klare Gelegenheiten blieben aber weiterhin Mangelware. Bremen war am Ende dem 2:0 sogar näher, jubeln durften dann aber die mitgereisten Kölner Fans. Svento belohnte sich bei seinem Startelfdebüt mit dem ersten Liga-Treffer seiner Karriere.

TSG 1899 Hoffenheim – Hannover 1:0 (1:0)

Im sechsten Anlauf hat Trainer Huub Stevens seinen ersten Sieg mit 1899 Hoffenheim gefeiert. Die Kraichgauer setzten sich im Duell der Abstiegskandidaten gegen Hannover 96 mit 1:0 (1:0) durch und gaben damit den letzten Tabellenplatz an den VfB Stuttgart weiter. In einer schwachen Begegnung vor 25.531 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena erzielte der Ex-Freiburger Jonathan Schmid in der 30. Minute das Tor des Tages. Damit gelang der TSG der erste Heimerfolg dieser Saison.

Zu einfallslos gingen die Hannoveraner zu Werke, um noch die Wende zu erzwingen. Salif Sané vergab allerdings eine dicke Kopfballchance (69.). So gewannen die Hoffenheimer, bei denen Youngster Nadiem Amiri erneut eine starke Leistung bot, auch das fünfte Duell in Serie gegen die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck. In dieser Form müssen sich die 96er ernsthafte Sorgen um den Klassenverbleib machen.

SV Darmstadt 98 – Hertha BSC 0:4 (0:2)

Überraschungsmannschaft Hertha BSC ist vorübergehend auf Platz drei der Bundesliga gestürmt. Die Berliner gewannen auch das unangenehme Auswärtsspiel bei Aufsteiger SV Darmstadt 98 klar mit 4:0 (2:0). Vor 17.000 Zuschauern am Böllenfalltor schossen zweimal Vedad Ibišević (12. und 50. Minute), Marvin Plattenhardt mit einem schönen Freistoß (26.) sowie Salomon Kalou (78.) die Tore für die Hertha.

Das erst dritte Bundesliga-Duell dieser beiden Vereine war ein zumeist langweiliges Spiel. Die Lilien zogen sich selbst im eigenen Stadion weit zurück, die vom Abstiegskandidaten zum Europacup-Anwärter mutierten Gäste kontrollierten das Geschehen. Immer, wenn Spieler wie Kalou oder Mitchell Weiser mal sporadisch ihr fußballerisches Können zeigten, wurde es auch gleich gefährlich. Dem 0:1 ging eine schöne Kombination dieser beiden Außenstürmer voraus, vor dem 0:2 wurde Kalou von gleich zwei Darmstädtern gefoult.

Spielerisch lagen zwischen beiden Teams Welten. Darmstadt wechselte mit Marco Sailer und Mario Vrancic zwar zwei Offensivkräfte ein, spielte sich aber keine einzige brauchbare Torchance mehr heraus.

FSV Mainz 05 – VfB Stuttgart 0:0 (0:0)

Der VfB Stuttgart kann sich auch mit Interimstrainer Jürgen Kramny nicht aus seiner sportlichen Krise befreien. Trotz einer ordentlichen Vorstellung beim FSV Mainz 05 kamen die Schwaben nicht über ein torloses Remis hinaus und verharren auf Abstiegsrang 17 in der Fußball-Bundesliga. Der VfB machte nichts aus seiner zwischenzeitlichen Überlegenheit. So reichte es für Kramny, der zumindest bis zur Winterpause bleiben soll, nur zum zweiten Punkt im dritten Spiel. Die Mainzer verpassten den vorübergehenden Sprung auf Tabellenplatz vier.  

Der FSV ließ diesmal seine Torgefährlichkeit aus den vergangenen Wochen vermissen. Bis zur Pause erspielte die Mannschaft in einem technisch nicht besonders anspruchsvollen Kampfspiel nur eine einzige Torchance, was auch daran lag, dass sie in der Vorwärtsbewegung viele Bälle leichtfertig hergaben. Danach wurde es immerhin etwas besser. Der VfB hielt mit großem Engagement dagegen. Aus einer defensiven Grundausrichtung setzten die Gäste auf schnelles Umschaltspiel, blieben bei ihren wenigen Vorstößen aber glücklos.

Alexandru Maxim (26.) scheiterte mit einem Flachschuss am Mainzer Keeper Loris Karius, Lukas Rupp (36.) donnerte den Ball an den Pfosten. Nach etwas mehr als einer Stunde verweigerte Referee Felix Zwayer einem Abseitstreffer von Timo Werner zu Recht die Anerkennung. Die Mainzer blieben vor der Pause fast gänzlich ungefährlich – mit einer Ausnahme in der 39. Minute. Beim unplatzierten 20-Meter-Schuss von Daniel Brosinski hatte Przemyslaw Tyton im VfB-Tor aber keine Mühe.