Die Funktionärskarriere von Michel Platini steht vor dem Aus: Der Einspruch des Uefa-Chefs vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen seine Suspendierung im Rahmen des Korruptionsskandal beim Fußballweltverband Fifa ist gescheitert. Damit ist dem Franzosen auch eine Kandidatur für die Wahl eines neuen Fifa-Präsidenten verwehrt. Gleichwohl entschieden die Richter, dass die provisorische Sperre nicht über die verhängten 90 Tage hinaus verlängert werden darf.

Anfang Oktober hatte die Ethikkommission der Fifa Platini für drei Monate für alle Fußballgeschäfte gesperrt. Hintergrund ist eine dubiose Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken im Jahr 2011 durch den inzwischen ebenfalls suspendierten Fifa-Boss Joseph Blatter an Platini. Beide behaupten, es handelt sich bei der Überweisung um eine Begleichung ausstehender Honorare für Platini als Fifa-Berater aus den Jahren 1998 bis 2002.

Noch am Dienstag war Platini selbst vor dem CAS erschienen, um seine Argumentation vorzutragen. Für ihn geht es um einen weiteren Schritt in seiner Funktionärskarriere, die er am 26. Februar 2016 mit der Wahl zum Blatter-Nachfolger krönen wollte. 

Der CAS verhandelte nur über den Einspruch gegen die Suspendierung. Das entscheidende Urteil in der Causa spricht die Fifa-Ethikkommission; es wird noch in diesem Jahr erwartet. Am 17. und 18. Dezember sollen Blatter und Platini zunächst noch vor dem Komitee aussagen. Danach wollen die Ethiker ihre Entscheidung treffen.