Fünf Mitglieder der US-Frauenfußballnationalmannschaft haben Beschwerde wegen Diskriminierung gegen den Fußballverband US Soccer eingereicht. Dies berichtet die New York Times. Demnach werfen die Spielerinnen Carli Lloyd, Becky Sauerbrunn, Alex Morgan, Megan Rapinoe und Hope Solo ihrem Verband im Namen des gesamten Teams vor, sie als Frauen gegenüber den Mitgliedern des Männer-Nationalteams finanziell zu benachteiligen. 

Ihre Beschwerde richteten die Frauen demnach an die US-Gleichstellungsbehörde Equal Employment Opportunity Commission. Ihr Vorwurf lautet, dass ihre Mannschaft mehr zum wirtschaftlichen Erfolg des Verbands beitrage, aber dennoch schlechter bezahlt werde als die männlichen Spieler. Die US-Frauenfußballnationalmannschaft gewann bislang unter anderem drei WM-Titel.

"Wir sind das beste Team der Welt, haben drei Weltmeisterschaftstitel, vier Olympiasiege", hieß es in einer Stellungnahme von Torwartin Hope Solo. "Und dennoch verdienen wir für den Sieg eines Titels so viel wie die Männer für ein einziges Spiel." Konkret sei das Gehalt der Frauen 40 Prozent niedriger als das der Männer.

Auch Williams kritisierte Ungleichheit

Anders als in Europa ist Frauenfußball in den USA ausgesprochen erfolgreich, insbesondere die Nationalmannschaft gehört zu den besten Teams der Welt. Bei den Männersportarten sind in den USA jedoch Baseball und Basketball populärer als Fußball.

Mit ihrer Beschwerde hoffen die Spielerinnen nun auch auf eine breite Debatte über die fehlende Gleichberechtigung im Sport. Deutliche Unterschiede im Verdienst gibt es nämlich nicht nur im Fußball. Erst kürzlich kritisierte auch die aktuelle Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, Serena Williams, die ungleiche Bezahlung im Sport.