Wer spielt wann gegen wen?

Bayer Leverkusen – VfL Wolfsburg (Freitag, 20.30 Uhr)
FC Bayern München – Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)
Hannover 96 – Hamburger SV
FSV Mainz 05 – FC Augsburg
FC Ingolstadt – FC Schalke 04
SV Darmstadt 98 – VfB Stuttgart
Borussia Dortmund – Werder Bremen (Samstag, 18.30 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC (Sonntag, 15.30 Uhr)
TSG Hoffenheim – 1. FC Köln (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Gladbach gegen Hertha. Die Hertha kam bei uns bislang nicht so gut weg. Das tut uns leid, wirklich. Vielleicht liegt es daran, dass wir eine Berliner Redaktion sind. Das Glück vor der eigenen Tür übersieht man gerne einmal. Es wollen ja auch alle in die Toskana, aber niemand in die Schorfheide. Die Hertha macht ihre Sache aber wirklich sehr gut in dieser Saison, sie ist Dritter. Das liegt vor allem an der Abwehr, die man auch vor die Tür des Berghain stellen könnte, es kommt nur vorbei, wer was kann. Im Mittelfeld dauerläuft Vladimír Darida und vorne machen die Stürmer Ibišević und Kalou aus zwei Chancen drei Tore. Geht das so weiter, klappt es mit der Champions League. Dann tummeln sich die Weltstars nicht mehr nur auf der Torstraße oder im Grill Royal, sondern auch auf dem Rasen in Charlottenburg. Mit einem Sieg beim direkten Konkurrenten aus Gladbach könnten die Berliner schon einmal die Hymne der Königsklasse memorieren. Bis dahin das hier:

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hannover gegen Hamburg. Der HSV hat wieder einen deutschen Nationalspieler. Hätte, besser gesagt. Hätte der Klub Jonathan Tah nicht vor der Saison verkauft. Das Debüt des zwanzigjährigen Boateng-Doubles gegen England verlief zwar nicht glücklich, aber ihm gehört die Zukunft. Offenbar übersah man in Hamburg wieder mal ein Talent. Statt Tah verteidigt nun Emir Spahić. Der ist nicht mal doppelt so alt wie Tah, physische Abwehrkräfte kann man ihm auch nicht absprechen. Gewinnt der HSV auch an diesem Spieltag nicht, wird es noch mal richtig eng. Die Chance auf Sieg steht allerdings gut. Auf der anderen Seite wirkt der rat- und hilflose Thomas Schaaf. Als man ihn in der Winterpause holte, wurde Hannover beglückwünscht. Aber mit ihm wurde alles noch schlimmer. Seine Elf gibt ein desaströses Bild ab, Schaafs viele Wechsel nutzen nichts und schaden viel. Die Spieler klagen, sie vermissen einen Plan. Schaaf hat die Kabine verloren, möchte offenbar aber nicht die Verantwortung für die Misere tragen. Steigt 96 ab, geht er. Sieben Mal neunzig Minuten bleiben ihm, die Klasse zu halten. Es wäre ein Wunder. Werden es die letzten sieben Bundesligaspiele des einst als Bremer Meistertrainer Gefeierten?

Wer steht im Blickpunkt?

Wenn es einen Spieler gibt, bei dem Schlagzeilenquote und tatsächlich absolvierte Spielzeit in einem Missverhältnis stehen, dann ist das Mario Götze. Am Dienstag gegen Italien hat er die Bilanz immerhin etwas normalisiert, 61 Minuten stand er auf dem Feld und durfte sich hinterher über ein schüchternes Kopfballtor und einen Hackentrick freuen, der zwar schlecht getimt war, aber immerhin den Gegenspieler matt setzte. In dieses Spiel die Auferstehung des Mario Götze hineinzuinterpretieren, ist mutig, auch wenn es dem Noch-Münchener augenscheinlich guttat. So freudig jubeln sah man ihn seit Rio nicht mehr – und das in einem Testspiel. Schon gibt es wieder die Fragen, warum Pep Guardiola Götze denn nun nicht spielen lässt. Götze ist ein guter Fußballer, kein Zweifel, aber einige können kaum glauben, dass ein Spieler der DFB-Elf weiterhilft, nicht aber dem FC Bayern. So is es aber wohl. Was beantworten könnte, wer bei einem Duell FC Bayern gegen deutsche Nationalmannschaft gewinnen würde. Götzes Zeit in München ist wohl bald vorbei, es soll "Anzeichen geben", die sich auch noch "verdichten", dass er zum BVB zurückkehrt. Auch wenn das vielen Dortmund-Fans gar nicht gefallen würde. Notfalls bleibt immer noch Papa Klopp und der FC Liverpool.