Mehr als 150 Gesundheitsexperten haben in einem offenen Brief die
zeitliche oder räumliche Verlegung der Olympischen Spiele in Rio wegen
der Zika-Epidemie empfohlen. In einem am Freitag veröffentlichten
Schreiben an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf warnen die
Experten vor globalen Gesundheitsrisiken. Eine halbe Million Besucher
der Spiele könnten in Rio de Janeiro angesteckt werden und die Krankheit
mit in ihre Heimatländer bringen.
Die WHO solle eine
unabhängige Expertengruppe aufstellen, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) zu den Risiken der Zika-Verbreitung beraten könne, heißt
es in dem Brief. Dies nicht zu unternehmen und die Spiele wie geplant im August in Rio de Janeiro auszutragen, wäre aus Sicht der
Unterzeichner unverantwortlich.
Der in Brasilien verbreitete Zika-Virus
kann unter anderem schwere Schädelfehlbildungen bei Babys auslösen. Seit dem vergangenen Jahr wurden in Brasilien fast 1.300 Babys mit Mikrozephalie geboren. Bereits im Februar hatte Brasilien Schwangeren wegen der Gefahr einer
Ansteckung mit dem Zika-Virus von dem Besuch der Olympischen Spiele
abgeraten. Für alle anderen Gäste bestehe aber keine Gefahr, hieß es
damals.
151
Experten von Universitäten und Gesundheitszentren in 29 Ländern
unterzeichneten den Brief, der von Amir Attaran von der Universität Ottawa, Arthur Caplan und Lee Igel von der Universität New York und
Christopher Gaffney von der Universität Zürich verfasst worden war.
Mehr als 150 Gesundheitsexperten haben in einem offenen Brief die
zeitliche oder räumliche Verlegung der Olympischen Spiele in Rio wegen
der Zika-Epidemie empfohlen. In einem am Freitag veröffentlichten
Schreiben an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf warnen die
Experten vor globalen Gesundheitsrisiken. Eine halbe Million Besucher
der Spiele könnten in Rio de Janeiro angesteckt werden und die Krankheit
mit in ihre Heimatländer bringen.