VfB Stuttgart – FSV Mainz 05 1:3 (1:1)

Stuttgart kommt dem ersten Bundesliga-Abstieg seit 41 Jahren immer näher. Nach einer im zweiten Durchgang erschreckend schwachen Leistung verlor der Tabellenvorletzte mit 1:3 gegen Mainz. Kapitän Christian Gentner (6. Minute) hatte die Schwaben vor 60.000 Zuschauern zwar früh in Führung gebracht. Yunus Malli (37.), Jhon Córdoba (53.) und Youngster Karim Onisiwo (77.) drehten die Partie aber zugunsten des FSV und sicherten dem Club damit die Teilnahme am Europapokal. Der VfB hat nach der zehnten Heimpleite in dieser Saison, was einen Vereinsnegativrekord bedeutet, kaum noch Chancen auf den Klassenverbleib. Hunderte VfB-Anhänger stürmten nach Abpfiff den Platz und forderten den Dialog mit der Mannschaft. Das Sicherheitspersonal im Stadion konnte nicht verhindern, dass sich die wütenden Fans vor dem Spielertunnel sammelten. Die Stuttgarter müssen am 34. Spieltag in Wolfsburg gewinnen und auf eine Niederlage von Bremen oder eine hohe Niederlage von Frankfurt hoffen, um noch den 16. Platz erreichen zu können.

FC Ingolstadt 04 – FC Bayern München 1:2 (1:2)

Torjäger Robert Lewandowski war vor 15.617 Zuschauern im Ingolstädter Sportpark Bayerns Meistermacher. Der Pole verwandelte in der 14. Minute einen Foulelfmeter und legte in einer intensiven Partie auch das 2:0 nach (32.). Es waren seine Saisontreffer 28 und 29. Damit steht Lewandowski dicht vor dem Gewinn der Torjägerkrone. Für die mutig agierenden Gastgeber verwandelte im letzten Heimspiel unter dem zu RB Leipzig wechselnden Trainer Ralph Hasenhüttl Torjäger Moritz Hartmann einen Foulelfmeter zum 1:2 in der 42. Minute. Leicht gemacht wurde den Bayern das Eintüten ihres 26. Meistertitels nicht. Die Gastgeber blieben ihrem Stil treu, griffen weit in des Gegners Hälfte an und agierten hoch motiviert. Bis zum Ende war auch das Ausgleichstor möglich.

Hertha BSC – SV Darmstadt 98 1:2 (1:1)

Der Ex-Berliner Sandro Wagner hat Darmstadt 98 im Olympiastadion den Klassenverbleib gesichert. Der Stürmer nutzte in der 83. Minute seine Gelegenheit aus Nahdistanz zum 2:1 des Aufsteigers gegen Hertha BSC. Die Berliner bleiben damit auch im siebten Pflichtspiel in Serie ohne Sieg. Hertha versuchte von Anbeginn das Spielgeschehen an sich zu reißen. In der 15. Minute setzte sich Stürmer Salomon Kalou geschickt auf der linken Seite durch, der zunächst abgewehrte Ball kam zum 19-jährigen Maximilian Mittelstädt, dessen Flanke Spielmacher Vladimir Darida mühelos zu seinem fünften Saisontor verwandelte. Doch Jérôme Gondorf glich in der 25. Minute unter dem Jubel der mehr als 5.000 Darmstädter Fans zum 1:1 aus. Wagner sorgte kurz vor Schluss mit dem 1:2 dafür, dass die Lilien im Heimspiel gegen Mönchengladbach gelassen eine gelungene Saison zelebrieren können. Die Hertha muss in Mainz punkten, um nicht noch auf den siebten Platz zurückzufallen.

Hannover 96 – TSG Hoffenheim 1:0 (1:0)

Hoffenheim bleibt trotz eines schwachen Auftritts und einer Niederlage in Hannover in der Bundesliga. Die Hoffenheimer unterlagen Absteiger Hannover 96 0:1 (0:1), profitierten aber von den Patzern der Konkurrenz. 96-Coach Daniel Stendel holte dank des Tores von Hiroshi Kiyotake (28.) die Punkte sechs bis acht als Trainer der Profis. Hoffenheim präsentierte sich in Hannover nervös und anfällig. Im 13. Spiel unter Trainer Julian Nagelsmann wirkte die TSG fahrig und lief den Gastgebern fast durchgängig hinterher. Ein gezielter Spielaufbau war nicht zu erkennen, das Zweikampfverhalten fast aller Feldspieler war mangelhaft. Im letzten Bundesliga-Heimspiel für mindestens 15 Monate zeigte Hannover 96 eine gute Leistung. Die Niedersachsen dominierten die Partie mit flottem Spiel nach vorne und mehr Torchancen. Seit Trainer Daniel Stendel das Team als Nachfolger von Thomas Schaaf übernommen hat, ist das Team nicht wiederzuerkennen.

1. FC Köln – Werder Bremen 0:0

Der SV Werder muss bis zum Schluss zittern. Nach dem 0:0 beim 1. FC Köln benötigt der viermalige deutsche Fußballmeister im Abstiegsgipfel gegen Eintracht Frankfurt einen Sieg, um sich noch zu retten. Fünf Tage nach dem glanzvollen 6:2 gegen Stuttgart gelang der Elf von Trainer Viktor Skripnik kein Treffer. Die Bremer, von ihren 6.500 Fans unter den 50.000 Zuschauern im Kölner Stadion leidenschaftlich angefeuert, agierten lange mutig nach vorn. Die seit dem 31. Spieltag geretteten Kölner taten vor der Pause zu wenig, um die überlegenen Hanseaten gefährden zu können. Der FC, dem erstmals seit 24 Jahren eine einstellige Endplatzierung in der Bundesliga winkt, wirkte in den zweiten 45 Minuten engagierter, Werder aber hielt dagegen und holte einen wichtigen Punkt vor dem Showdown gegen Frankfurt.

Hamburger SV – VfL Wolfsburg 0:1 (0:0)

Trotz einer Niederlage gegen den VfL Wolfsburg hat der Hamburger SV vorzeitig den Klassenverbleib geschafft. Die Hanseaten unterlagen den Niedersachsen mit 0:1, vermeiden dank der Stuttgarter Niederlage aber die dritte Relegationsteilnahme in Serie. Nach der verpassten Europapokal-Qualifikation bewiesen die Wolfsburger Moral und beendeten nach drei Niederlagen in der Bundesliga ihre Negativserie. Luiz Gustavo traf nach 73 Minuten für den VfL. Dennoch bleibt die Saison für den Champions-League-Viertelfinalisten ohne den Sprung ins internationale Geschäft verkorkst. Bei den Gästen, die sich nach drei Niederlagen zuletzt in ein Trainingslager am Chiemsee zurückgezogen hatten, wirbelte Trainer Dieter Hecking die Startformation durcheinander, was aber erst nach Pause Wirkung zeigte.

Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund 1:0 (0:0)

Frankfurt hat im Abstiegskampf Vizemeister Dortmund geschlagen und steht nach dem dritten Sieg in Serie dicht vor dem Klassenerhalt. Mit nun 36 Punkten kletterten die Hessen auf den 15. Tabellenplatz, am letzten Spieltag in Bremen reicht der Eintracht nun ein Punkt zur vor Wochen kaum für möglich gehaltenen Rettung. Vor 51.500 Zuschauern erzielte Stefan Aigner in der 14. Minute den Siegtreffer für Frankfurt. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatten die Hessen aber Glück, dass ein Kopfballtreffer von Mats Hummels wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Schiedsrichter Daniel Siebert lag in dieser Situation mit seinem Gespann daneben. Die Frankfurter zeigten 75 Minuten lang eine beeindruckende Abwehrschlacht und wurden dafür am Ende belohnt. Den Aktionen des BVB fehlte es an der nötigen Entschlossenheit. Die beste Gelegenheit auf den Ausgleich vergab Mkhitaryan, dessen Schuss acht Minuten vor dem Ende von David Abraham abgeblockt wurde.

Borussia Mönchengladbach – Bayer Leverkusen 2:1 (1:1)

Mönchengladbach hat die Champions-League-Playoffs fast sicher: Das Team von Trainer André Schubert besiegte Bayer Leverkusen verdient mit 2:1 (1:1) und verteidigte Platz vier. André Hahn (43. und 79. Minute) traf doppelt für die Fohlen, die zum siebten Mal in Serie zu Hause gewannen. Charles Aránguiz (20.) hatte die bereits für die Fußball-Königsklasse qualifizierten Leverkusener zuvor in Führung gebracht. Eine gute halbe Stunde vor dem Ende hatte Gladbach Glück, als Havard Nordtveit den Ball im Strafraum mit dem Arm abwehrte, der Elfmeterpfiff jedoch ausblieb. Elf Minuten vor dem Ende ließ Hahn mit einem Volleyschuss in den Torwinkel den mit 54.000 Zuschauern ausverkauften Borussia-Park beben. Das Erreichen der Champions-League-Playoffs haben die Borussen im letzten Saisonspiel bei Darmstadt 98 selbst in der Hand.

FC Schalke 04 – FC Augsburg 1:1 (0:0)

Mit einem Last-Minute-Treffer hat der FC Augsburg die letzten Champions-League-Träume der Schalker zerstört und sich den Klassenverbleib gesichert. Daniel Baier machte am Samstag in der Veltins-Arena mit seinem Tor in der 89. Minute zum 1:1 die letzten Hoffnungen der Königsblauen auf das Erreichen des vierten Tabellenplatzes zunichte. Zuvor hatte Klaas-Jan Huntelaar (81.) die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter vor 62.271 Zuschauern mit 1:0 in Führung geschossen. Am Ende jubelten aber nur die Augsburger, die vor allem auf Konter gelauert hatten. Brisantes Detail am Rande: FCA-Trainer Markus Weinzierl wird seit Wochen als möglicher Nachfolger von Schalke-Coach Breitenreiter gehandelt.