Drei Jahre trainierte Markus Weinzierl den FC Augsburg – jetzt hat sich der 41-Jährige erstmals zu seinem bevorstehenden Wechsel vom FC Augsburg zu Schalke 04 geäußert. Das Engagement würde ihn nicht überfordern, sagte er der ZEIT. "Was würden Sie denn an meiner Stelle machen? Soll ich kneifen, weil ich möglicherweise scheitern könnte?" Er wisse, es werde nicht einfach, sagt Weinzierl. "Aber was habe ich denn zu verlieren? Wenn es schiefgeht, dann bin ich einer von vielen, die es nicht geschafft haben." Und schiebt hinterher: "Es wird nicht schiefgehen. Weil ich mich lange darauf vorbereitet habe."

Unter Weinzierl qualifizierte sich Augsburg für die Europa League, Weinzierl wurde selbst zum Besten Trainer der Liga gewählt. In der ZEIT spricht er nun über einen bevorstehenden Abschied: "Wir haben alles erreicht, was wir zusammen erreichen konnten." Er bittet die Fans, dies zu verstehen. "Jetzt muss einer mit neuen Ideen und neuen Visionen übernehmen."

Mehrere Vereine sollen sich in den vergangenen Monaten darum bemüht haben, Weinzierl als Trainer zu verpflichten. Neben Schalke 04 sollen auch RB Leipzig, der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach um ihn geworben haben. Es ehre ihn, dass so viele Vereine bei ihm angefragt hätten, sagte Weinzierl. Manchmal habe er sich aber auch gefragt: "Worum geht es eigentlich? Um meinen Namen oder meine Philosophie als Trainer?"

Weinzierl begann als Co-Trainer von SSV Jahn Regensburg. Als dort Thomas Kristl entlassen wurde, wurde Weinzierl Cheftrainer. Im selben Jahr gewann er mit Regensburg die Relegationsspiele gegen den Karlsruher SC und stieg in die zweite Bundesliga auf. Anschließend wechselte er zum Bundesligisten FC Augsburg, wo Trainer Jos Luhukay zurückgetreten war.