Michel Platini tritt als Präsident der Europäischen Fußball-Union zurück. Das teilte der Franzose am Montag in einer persönlichen Erklärung mit, nachdem der Internationale Sportgerichtshof CAS seine Sperre lediglich auf vier Jahre reduziert hatte. Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS die Sperre bestätigt, die der Fußball-Weltverband gegen den Franzosen verhängt hat.
"Ich nehme die Entscheidung des CAS zur Kenntnis, halte sie aber für eine gravierende Ungerechtigkeit", hieß es in der Stellungnahme Platinis. Zugleich kündigte er an, vor Schweizer Zivilgerichten gegen die Entscheidung des CAS vorgehen zu wollen.
Platini war vom Weltverband ebenso wie der frühere Fifa-Chef Joseph Blatter für sechs Jahre gesperrt worden. Hintergrund ist eine dubiose Zahlung in Höhe von zwei Millionen Franken von Blatter an Platini im Jahr 2011. Beide hatten behaupten, es handele sich um eine verspätete Honorarzahlung für Platinis Dienste für die Fifa aus den Jahren 1998 bis 2002. Die ermittelnde Kammer der Ethikkommission sah das anders. In einer schriftlichen Stellungnahme hieß es vergangenen Dezember, "es gab keine rechtliche Basis für die Zahlung".
In der jetzigen CAS-Mitteilung hieß es: "Die Kammer ist nicht überzeugt von der Rechtmäßigkeit der Zahlung." Zudem soll Platini von der Verlängerung eines Altersvorsorgeplans profitiert haben, "zu der er nicht berechtigt war". Die Kammer halte eine lange Sperre "im Lichte der Spitzenfunktion von Herrn Platini, der Abwesenheit jeglicher Reue und des Einflusses dieser Sache auf den Ruf der Fifa" für gerechtfertigt. Die Entscheidung der Richter sei einstimmig erfolgt.
Für Platini hätte sich nur bei einer Gesamtdauer von maximal einem Jahr die theoretische Chance auf eine Rückkehr in den Chefsessel der Uefa ergeben. Für den 18. Mai hat Europas Kontinentalverband eine Sondersitzung seines Exekutivkomitees anberaumt, um über das Prozedere einer nun anstehenden Präsidentenneuwahl zu beratschlagen.
Da die Fristen für eine Kür noch vor Beginn der Europameisterschaft im Juni sehr knapp sind, scheint die Wahl eines Platini-Nachfolgers im September wahrscheinlich.
Blatters Fall soll zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Monat vor dem CAS verhandelt werden. Alles andere als eine Bestätigung der Sperre auch in diesem Fall wäre nach dem aktuellen Richterspruch eine Überraschung. Zu Blatters Nachfolger wurde bereits der frühere Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino gewählt.
Michel Platini tritt als Präsident der Europäischen Fußball-Union zurück. Das teilte der Franzose am Montag in einer persönlichen Erklärung mit, nachdem der Internationale Sportgerichtshof CAS seine Sperre lediglich auf vier Jahre reduziert hatte. Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS die Sperre bestätigt, die der Fußball-Weltverband gegen den Franzosen verhängt hat.
"Ich nehme die Entscheidung des CAS zur Kenntnis, halte sie aber für eine gravierende Ungerechtigkeit", hieß es in der Stellungnahme Platinis. Zugleich kündigte er an, vor Schweizer Zivilgerichten gegen die Entscheidung des CAS vorgehen zu wollen.