Der frühere Bundesligatrainer Sascha Lewandowski ist tot. Er war 44 Jahre alt. Wie die Polizei ZEIT ONLINE bestätigte, wurde er am Mittwochnachmittag leblos in seiner Wohnung gefunden. Zu den Hintergründen wollte sie keine Angaben machen.  

Lewandowski hatte im September 2015 den Posten als Cheftrainer bei Union angetreten. Dort ließ er sich Mitte Februar 2016 zunächst krankschreiben. Im März entschied er sich auf Anraten seiner Ärzte und in Abstimmung mit dem Verein wegen eines Burn-outs zur Auflösung des Vertrages. Das Burn-out hatte nach Angaben von Union Berlin zu Herzbeschwerden geführt. 

Lewandowski hatte um die Veröffentlichung der Diagnose seiner Krankheit gebeten und erklärt: "Neben den gesundheitlichen Risiken muss ich auch akzeptieren, dass ich aktuell einfach nicht annähernd die Power habe, mit so viel Energie zu arbeiten, wie ich es als Cheftrainer gewohnt bin und wie die Mannschaft es verdient."

Zuvor war Lewandowski  Trainer bei Bayer Leverkusen. Von 2007 bis 2012 arbeitete er als U19-Trainer und war im April 2012 gemeinsam mit Sami Hyypiä zum Chefcoach der Profimannschaft befördert worden. Zur Saison 2013/2014 wechselte er auf eigenen Wunsch zurück in die Jugendabteilung und wurde Nachwuchs-Cheftrainer.

 

Zahlreiche Fußballvereine reagierten bestürzt auf die Nachricht vom Tod Lewandowskis. Der Präsident von Union Berlin Dirk Zingler sagte, er sei tief bestürzt und unglaublich traurig. "Unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie von Sascha Lewandowski."

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade reagierte ebenfalls mit großer Betroffenheit. "Ich bin völlig schockiert", sagte der Chef des Fußball-Bundesligisten. Lewandowski sei ein wunderbarer Mensch gewesen, der sich bei Bayer Leverkusen große Verdienste erworben habe. Alle hätten gehofft, Lewandowski im Sommer wieder auf einer Trainerbank zu sehen.