Die russische Tennisspielerin Maria Scharapowa ist wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Das teilte der Tennis-Weltverband ITF mit. Scharapowa war am 26. Januar während der Australian Open positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet worden. An den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro kann sie damit nicht teilnehmen.

Scharapowa kündigte an, vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Sperre vorgehen zu wollen. Sie könne die zu harte Strafe nicht akzeptieren, schrieb sie auf Facebook.

Scharapowa hatte das Dopingvergehen zugegeben. "Ich habe einen großen Fehler gemacht", hatte sie im Januar gesagt. Zugleich hatte sie darauf verwiesen, Meldonium seit 2006 zu nehmen. Jahrelang habe es nicht auf der Dopingliste gestanden. Inzwischen seien die Regeln aber geändert worden. Im Dezember habe sie ein Schreiben der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) und der ITF bekommen, in dem auf die veränderten Dopingregularien hingewiesen wurde. "Ich habe nicht auf die Liste geschaut", sagte die Russin. Die neue Liste der verbotenen Substanzen wurde am 1. Januar 2016 wirksam. 

Ihre bislang letzte Partie spielte Scharapowa bei den Australian Open in Melbourne, als sie im Viertelfinale der Amerikanerin Serena Williams unterlag. Seit Ende Januar hat Scharapowa kein Turnier mehr bestritten. Erst am vergangenen Donnerstag hatte sie ihre Teilnahme am Masters-Turnier in Indian Wells abgesagt, das an diesem Mittwoch beginnt.

Scharapowa gilt als reichste Sportlerin der Welt und ist eine von nur zehn Spielerinnen, die jedes Grand-Slam-Turnier einmal gewonnen hat. Insgesamt kommt die in den USA lebende frühere Weltranglistenerste auf 35 Titel.