Der Schotte Andy Murray hat zum zweiten Mal das Tennisturnier in Wimbledon gewonnen. Der 29-Jährige setzte sich auf dem Centre Court in London mit 6:4, 7:6 (7:3), 7:6 (7:2) gegen Milos Raonic durch. Der Kanadier stand zum ersten Mal im Wimbledon-Finale.

Für ihn sei Wimbledon das wichtigste Turnier des Jahres, sagte Murray nach dem Finale. "Deswegen ist es sehr besonders, diese Trophäe wieder in den Händen zu halten."

Murray präsentierte sich konzentriert. Die Nummer zwei der Welt nutzte aus, dass Vorjahressieger Novak Djokovic Wimbledon schon in der Mitte des Turniers verlassen hatte. Am Serben war Murray in diesem Jahr bereits im Finale der Australian Open und der French Open gescheitert.

Im ersten Satz nutzte Murray beim Stand von 3:3 seine dritte Breakchance, als er den Kontrahenten zu einem Volley-Fehler zwang. Die Basis für den Satzgewinn war gelegt. Auch im zweiten Abschnitt ließ der Brite bei eigenem Aufschlagsspiel nichts zu. Raonic kämpfte sich zwei Tage nach seinem Fünf-Satz-Sieg über den siebenmaligen Wimbledon-Champion Roger Federer in den Tiebreak. Dort ging Murray schnell mit 6:1 in Führung. Sein Aufschlag bescherte ihm bei der dritten Chance die 2:0-Satzführung.

Im dritten Durchgang geriet Murray in Probleme. Zwei Breakbälle musste er bei 2:2 abwehren. Doch wieder ging es in den Tiebreak, wieder war der Favorit der Bessere und feierte den sechsten Sieg nacheinander gegen Raonic.

Mit Lendl als Trainer hatte Murray während des ersten Engagements 2012 die US Open sowie Olympia-Gold und 2013 in Wimbledon gewonnen. Der Wimbledon-Sieg 2013 war der erste eines Briten, seitdem Fred Perry 1936 das bedeutendste Tennisturnier der Welt gewonnen hatte. "Ich wollte mit Ivan wieder zusammenarbeiten, damit er mir hilft, diese Events zu gewinnen", hatte Murray gesagt. Lendl wurde erst vor einem Monat wieder Trainer von Murray.

Im Wimbledon-Finale der Frauen unterlag am Samstag die deutsche Angelique Kerber der Weltranglistenersten Serena Williams. In zwei Sätzen siegte Williams und holte sich damit ihren 22. Grand-Slam-Titel.