TSG Hoffenheim – RB Leipzig 2:2 (0:0)

Bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte hat Sportdirektor Ralf Rangnick mit RB Leipzig eine gelungene Premiere in der ersten Bundesliga erlebt. Im ersten Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte holten die Sachsen dank einer überzeugenden Vorstellung bei der TSG 1899 Hoffenheim ein verdientes 2:2 (0:0). Lukas Rupp in der 55. Minute und Mark Uth (83.) erzielten die Tore für die Gastgeber. Dominik Kaiser (58.) und Marcel Sabitzer (90.) trafen für Leipzig.

Das Spiel begann munter: Schon in der ersten Minute musste RB-Torwart Péter Gulácsi zweimal retten. Erst gegen Uth, dann gegen den Nachschuss von Sebastian Rudy. Leipzig zeigte sich jedoch nicht beeindruckt und kam ebenfalls schnell zu Chancen. Marcel Sabitzer (4.) scheiterte an TSG-Torwart Oliver Baumann, der auch gegen Kaiser (12.) die Oberhand behielt.

Der Neuling aus Leipzig, der kurz vor dem Anpfiff noch den Brasilianer Bernardo für fünf Jahre von Red Bull Salzburg verpflichtete, zeigte keine Scheu und spielte nach vorn. Hoffenheim war in der Defensive mehr gefordert als erwartet und zeigte sich durchaus anfällig.

So auch nach einer halben Stunde, als Yussuf Poulsen frei zum Kopfball kam. Doch wieder reagierte Baumann gut. Und auch Kaiser (34.) brachte den Ball mit einem Schlenzer nicht im Tor unter. TSG-Verteidiger Niklas Süle hatte den Ball im eigenen Strafraum vertändelt.

Von den Gastgebern war offensiv wenig zu sehen. Das Pausen-Remis war äußerst schmeichelhaft und einzig dem gut aufgelegten Baumann zu verdanken. Zehn Minuten nach Wiederbeginn lag der Aufsteiger aus Leipzig dann trotzdem plötzlich hinten. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke schoss Rupp den Ball aus rund 20 Metern ins Eck. Doch die Antwort der Leipziger ließ nicht lange auf sich warten. Ausgerechnet RB-Kapitän Kaiser, der sich einst in Hoffenheim nicht durchsetzen konnte und vor Wochenfrist beim Pokal-Aus in Dresden den entscheidenden Elfmeter verschossen hatte, traf per Direktabnahme zum Ausgleich.

Mit zunehmender Spielzeit wirkten beide Teams aufgrund des hohen Tempos zunehmend erschöpft. Das Geschehen spielte sich jetzt weitgehend zwischen den Strafräumen ab, weil es an der nötigen Präzision im Passspiel mangelte. Sieben Minuten vor dem Ende schloss Uth einen Konter zur erneuten Hoffenheimer Führung ab. Doch Leipzig kam nochmal zurück: Sabitzer erzielte den umjubelten Ausgleich.

Hertha BSC Berlin – SC Freiburg 2:1 (0:0)

Julian Schieber sorgte mit seinem Treffer (90.+5 Minute) gegen Aufsteiger SC Freiburg für den ersten Meisterschaftssieg des Hertha BSC  seit dem 19. März diesen Jahres. Das 2:1 (0:0) war zugleich der erste "Dreier" für die Hertha gegen die Breisgauer seit Februar 2010. Vladimír Darida hatte die Gastgeber in Führung gebracht (62.), Nicolas Höfler erzielte in der 2. Minute der Nachspielzeit den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Berlin wollte nach einer langen Vorbereitung mit der misslungenen Qualifikation für die Europa League und einem mühevollen Weiterkommen in der ersten Pokalrunde beim Drittligisten Regensburg unbedingt den ersten Ligasieg seit Mitte März. Ex-Bayer Mitchell Weiser, der seinen Vertrag kurz vor Saisonstart bis 2020 verlängert hatte, setzte mit einem Distanzschuss das erste Achtungszeichen (30. Minute). Der neue Kapitän Vedad Ibišević traf den Ball nicht richtig (35.).

Die Gastgeber, bei denen Neuzugang Ondrej Duda (Knieverletzung) fehlte, die junge Liverpool-Leihgabe Allan (19) auf der Bank saß und der Ex-Augsburger Alexander Esswein eingewechselt wurde, übernahmen die Kontrolle über die Partie. Allerdings fehlten dem Berliner Spiel zunächst noch Geschwindigkeit und Präzision. So kam Vincenco Grifo zur besten Chance, der Freiburger zögerte aber nach einem Konter zu lange, Hertha-Verteidiger Peter Pekarík konnte klären (38.). Der Sportclub musste in Berlin ohne die verletzten Marc Oliver Kempf, Marc Torrejón und Mike Frantz auskommen.

Nach der Pause erhöhte Hertha das Risiko und kam zu guten Gelegenheiten. Nach einem schönen Spielzug über Weiser und Haraguchi wurde Darida noch in letzter Sekunde gestoppt (54.). Ein Rettungskopfball von SC-Kapitän Höfler landete an der Latte. Schließlich schloss Spielmacher Darida eine Kombination über Haraguchi und Ibišević mit einem 16-Meter-Schuss ins rechte unter Ecke ab.

Freiburg verstärkte danach seine Offensiv-Bemühungen und schoss mehrmals gefährlich aus der zweiten Reihe. Grifo (69.) hätte den Gästen beinahe noch den Ausgleich beschert. Doch sein Schuss verfehlte das Berliner Tor knapp. Doch dann köpfte Höfler zum Ausgleich ein. Für einen Punkt reichte es aber nicht, weil Schieber noch traf. So verloren die Freiburger nach zwei Siegen und vier Remis nacheinander erstmals seit sechseinhalb Jahren wieder gegen Hertha.