SG Dynamo Dresden - RB Leipzig 5:4 (0:2, 2:2) n.E.

Eine Woche vor dem Bundesligadebüt hat RasenBallsport Leipzig einen Rückschlag erlitten. Nach dem 4:5  im Elfmeterschießen bei Dynamo Dresden schied der Aufsteiger als erster Bundesligist in der ersten Runde des DFB-Pokals aus. In einer emotionsgeladenen Partie nutzte der Dresdner Aias Aosman den letzten Schuss im Elfmeterschießen. Zuvor hatte lediglich RB-Kapitän Dominik Kaiser seinen Elfmeter in die Arme von Dynamos Torhüter Marvin Schwäbe geschossen. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden. Zunächst hatte alles nach einem Sieg für die Gäste ausgesehen: Marcel Sabitzer (15.) und Kaiser (45.+1/Handelfmeter) schossen die Tore für die lange Zeit überlegenen Leipziger. Dank Stefan Kutschke konnten die Gastgeber aber in die Verlängerung: Der Dresdner glich durch zwei Treffer aus (47. und 78.).

FSV Frankfurt – VfL Wolfsburg 1:2 (0:2)

Der DFB-Pokalsieger von 2015 tat sich schwer, beim hessischen Drittligisten schadlos zu bleiben. Bis zum Abpfiff kämpfte der FSV um den Ausgleich und war nah dran, den Wolfsburgern ein Bein zu stellen. Vor 5.050 Zuschauern sorgten Steffen Schäfer in der 5. mit einem Eigentor sowie Bas Dost in der 16. Minute für die beiden Treffer des Bundesligisten. In der 52. Minute gelang Fabian Schleusener der Anschlusstreffer für Frankfurt.

Viktoria Köln – 1. FC Nürnberg 5:6 (1:1, 1:1) n.E.

Mit äußerster Mühe hat Zweitligist 1. FC Nürnberg den Regionalliga-Vertreter Viktoria Köln ausgeschaltet. Erst im Elfmeterschießen setzte sich das Team des neuen Trainers Alois Schwartz durch. Torhüter Raphael Schäfer hielt den entscheidenden Schuss von Kevin Holzweiler. Georg Margreitter (76. Minute) war zuvor das 1:0 für Nürnberg gelungen, doch in der 80. Minute hatte Viktorias Kapitän Mike Wunderlich vor 4.787 Zuschauern ausgeglichen.

FC 08 Villingen – FC Schalke 1:4 (0:2)

Dennis Aogo brachte Schalke früh auf den richtigen Weg. In seiner ehemaligen fußballerischen Heimat Freiburg schoss Aogo den Ball in der 10. Minute gegen Villingen in den Winkel. Neuzugang Breel Embolo erhöhte wenig später auf 2:0 (19.). Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl baute das Ergebnis in der zweiten Spielhälfte um zwei weitere Tore aus, ließ jedoch einen Ehrentreffer für den Verein aus dem Schwarzwald zu.

Rot-Weiss Essen – Arminia Bielefeld 4:5 (0:1, 2:2) n.E.

Zweitligist Arminia Bielefeld setzte sich mit 5:4 erst nach Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten Rot-Weiss Essen durch. Dabei parierte Arminias Keeper Wolfgang Hesl gegen Dennis Malura, die Bielefelder verwandelten ihre fünf Schüsse sicher. Nach 120 Minuten stand es vor 17.500 Zuschauern 2:2. Fabian Klos (9. und 69. Minute) war für Bielefeld erfolgreich. Malura (53.) und Benjamin Baier (77./Foulelfmeter) erzielten die Tore für die Hausherren. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Verteidiger Patrick Huckle (62.) war RWE rund eine Stunde dezimiert.

BFC Preussen – 1. FC Köln 0:7 (0:2)

Der 1. FC Köln feierte beim Berliner Sechstligisten BFC Preussen einen ungefährdeten Sieg. Neuzugang Konstantin Rausch brachte seine Mannschaft per Freistoß in Führung. Die Rheinländer erspielten sich eine Vielzahl guter Torchancen, Anthony Modeste nutzte eine dieser Gelegenheiten zum 2:0 in der 45. Minute. Im zweiten Durchgang erhöhte Köln sogar auf 7:0, den bisher höchsten Sieg in dieser ersten Pokalrunde.

Würzburger Kickers – Eintracht Braunschweig 1:0 (0:0) n.V.

Die Würzburger Kickers haben zum dritten Mal in der Clubgeschichte die zweite Runde erreicht. Das Team von Trainer Bernd Hollerbach siegte dank eines Treffers von Elia Soriano (102. Minute) nach Verlängerung gegen Eintracht Braunschweig. 6.384 Zuschauer sahen den Sieg der Unterfranken, die in diesem Jahr erstmals seit 38 Jahren wieder in der 2. Liga spielen.

SV Babelsberg 03 – SC Freiburg 0:4 (0:2)

Der SC Freiburg benötigte eine Standardsituation, um in Führung zu gehen. Vincenzo Grifo verwandelte einen Foulelfmeter in der 20. Minute gegen den SV Babelsberg souverän, Janik Haberer erhöhte noch vor der Pause auf 2:0. Die Breisgauer siegten schließlich ähnlich ungefährdet, für die Potsdamer blieb angesichts von 6.300 Besuchern immerhin eine stattliche Einnahme.

SV Drochtersen/Assel – Mönchengladbach 0:1 (0:0)

Borussia Mönchengladbach hatte beim niedersächsischen Regionalligisten SV Drochtersen/Assel lange Zeit Probleme. Die Gladbacher mussten bis zur 55. Minute warten, ehe Julian Korb den Siegtreffer erzielte. Das reichte den Borussen vier Tage vor dem Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen die Young Boys Bern zum Weiterkommen.

Hansa Rostock – Fortuna Düsseldorf 0:3 (0:1)

Zweitligist Fortuna Düsseldorf ist mit einem souveränen Sieg beim Drittligisten Rostock in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Marcel Sobottka (21. und 57. Minute) und Ihlas Bebou (62.) erzielten die Tore für die überlegenen Rheinländer. Das Führungstor war allerdings umstritten, weil Sobottka nach Meinung der Rostocker die Hand zu Hilfe genommen haben soll. Für den FC Hansa war im sechsten Anlauf in Folge schon die erste Pokalrunde Endstation.

Hallescher FC – Kaiserslautern 4:3 (1:2, 3:3)

Zweitligist 1. FC Kaiserslautern ist beim Drittligisten Hallescher FC ausgeschieden. Die Pfälzer unterlagen am Samstag vor 10.021 Zuschauern nach Verlängerung mit 3:4. Die Tore für die Gastgeber erzielten Marvin Ajani (33.), Hilal El-Helwe (54.) und Klaus Gjasula (58. und 94.) Für die Pfälzer trafen Ex-HFC-Stürmer Oyasamen Osawe (23. und 90.) und Zoltan Stieber (37.) Die Saalestädter ziehen erstmals seit sechs Jahren wieder in die zweite Pokalrunde ein.

FC Homburg – VfB Stuttgart 0:3 (0:0)

Keine Mühe hatte Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart mit dem saarländischen Regionalligisten FC 08 Homburg. Vor 10.000 Zuschauern erzielten Christian Gentner (53.), Berkay Özcan (58.) und Boris Tashchy (87.) die Tore für den Zweitligisten. Der Saarland-Pokalsieger kämpfte zwar verbissen, war spielerisch aber in allen Belangen unterlegen und hatte nie eine Chance.

TSV 1860 München – Karlsruher SC 2:1 (0:0)

Stefan Aigner und Karim Matmour haben die Münchner "Löwen" eine Runde weiter gebracht. Aigner erzielte an seinem 29. Geburtstag beim 2:1 gegen den KSC in der 60. Minute nach feiner Vorarbeit von Matmour das 1:0. Nach dem Ausgleich von Dimitris Diamantakos (67.) legte Kapitän Aigner in der Nachspielzeit Matmour das Siegtor vor. 16.800 Zuschauer wollten die Pokalpartie im Dauerregen sehen. Beide Mannschaften treffen in einer Woche in der 2. Bundesliga erneut aufeinander.

Bereits am Freitag hatten der FC Bayern München (5:0 bei Carl Zeiss Jena), der FC Augsburg (2:0 beim FV Ravensburg) und der FC St. Pauli (3:0 beim VfB Lübeck) für Favoritensiege gesorgt. Die zweite Runde wird am 26. August ausgelost.