Mario Gómez wagt den Sprung zurück in die Fußball-Bundesliga. Der 31-jährige Nationalspieler wechselt zur kommenden Saison zum VfL Wolfsburg, wie der Verein mitteilte. Nach Informationen von kicker.de soll der Meister von 2009 eine Ablöse von sieben Millionen Euro für den dreimaligen deutschen Meister bezahlen.

"Wir haben uns mit einer Verpflichtung von Mario Gómez schon im Winter beschäftigt. Umso mehr freut es uns, dass es jetzt geklappt hat. Mario ist ein Stürmer von internationalem Format, der neben seiner spielerischen Qualität auch eine immense Erfahrung in unsere Mannschaft einbringen wird. Er passt mit seinen Ambitionen perfekt zu uns", sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs.

Auch VfL-Trainer Dieter Hecking freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Nationalspieler. "Mario ist für mich der beste deutsche Stürmer. Seine Erfolge und seine Torquote sprechen für sich", sagte Hecking.

In der Türkei hatte der frühere Profi des VfB Stuttgart und des FC Bayern München zuletzt wieder zu alter Form zurückgefunden. Gómez war 2013 wegen der fehlenden Perspektive unter dem damaligen Bayern-Coach Pep Guardiola nach Florenz gewechselt. Auch aufgrund von Verletzungen lief es in der Serie A aber nicht gut für den Torjäger, der dann 2015 an Beşiktaş Istanbul ausgeliehen wurde.

Mit 26 Toren schoss Gómez Beşiktaş in der Türkei zum Meistertitel und sich selbst zurück in die Nationalmannschaft. Bei der Europameisterschaft in Frankreich gehörte Gómez wieder zum Stammpersonal, schoss in vier Spielen zwei Tore und zog damit als deutscher EM-Rekordtorschütze mit Jürgen Klinsmann gleich. Wegen der politisch instabilen Lage in der Türkei nach dem gescheiterten Putschversuch wollte Gómez im Sommer nicht nach Istanbul zurückkehren. Florenz, wo der Stürmer noch einen Vertrag bis 2017 hatte, wollte ihn allerdings auch nicht zurück. 

Endlich neue Leistungsträger

Die Verpflichtung von Gómez ist für den VfL Wolfsburg ein wichtiges Signal auf dem angestrebten Weg zurück an die Spitze der Bundesliga. Zuletzt war der Club vor allem mit dem Abgang von Leistungsträgern aufgefallen. Naldo war überraschend zum FC Schalke und André Schürrle zu Borussia Dortmund gewechselt. Auch Max Kruse hatte den Verein in Richtung Werder Bremen verlassen. Zudem gab es immer wieder Berichte über die bevorstehenden Abgänge von Dante, Luiz Gustavo oder Ricardo Rodríguez. Nationalspieler Julian Draxler, der den VfL nach nur einem Jahr wieder verlassen wollte, hatte ein Wechselverbot von Allofs und Trainer Hecking bekommen.

Im Angriff soll es aber nicht bei der Gómez-Verpflichtung bleiben. Von Juventus Turin könnte noch der italienische Nationalstürmer Simone Zaza kommen. "Wir haben uns sehr gut ausgetauscht. Ich habe von dem Jungen ein gutes Bild bekommen. In dem Gespräch hat er sehr deutlich vermittelt, dass er gern nach Wolfsburg wechseln würde, weil er es als Chance sieht, sich im deutschen Fußball zu zeigen", sagte Hecking. Turin soll bis zu 25 Millionen Euro für den 25-Jährigen fordern.